Nachhaltige Aquakultur: Ist Fischzucht nachhaltig?

Fisch essen und dabei die Umwelt schonen, passt das überhaupt zusammen? Ja, aber nicht mit jeder Form der Fischzucht. Entscheidend sind Haltung, Futter, Wasserverbrauch und die Auswirkungen auf die Natur. Wir zeigen dir, was für eine nachhaltige Aquakultur nötig ist, welche Anlagen weltweit zum Einsatz kommen und worauf du beim Einkauf von Fisch achten solltest.

Was genau ist eine Aquakultur?

Bei der Aquakultur handelt es sich um die kontrollierte Zucht von Fischen, Weichtieren, Algen und anderen Wasserorganismen.  Heute werden viele Millionen Tonnen Meeresfrüchte und Fisch herangezüchtet, deren Anlagen überall auf der Welt zu finden sind.

Ob eine Fischzucht umweltverträglich ist, hängt stark von der jeweiligen Zuchtform und ihrer Bewirtschaftung ab.

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Nachhaltige Aquakultur? Fehlanzeige!

Aquakultur ist nicht gleich Aquakultur

Genau hier wird es interessant. Eine kleine Karpfenzucht im Teich lässt sich kaum mit einer großen Lachsfarm im Meer vergleichen.

Auch beim Futter gibt es Unterschiede. Manche Zuchtfische bekommen Futtermittel mit Fischmehl und Fischöl. Dafür werden Wildfische gefangen, was wiederum die Meere belasten kann. Bei anderen Futtermitteln kommen stärker pflanzliche oder alternative Zutaten zum Einsatz.

Die Haltung selbst macht ebenfalls einen Unterschied. In offenen Netzgehegen gelangen Ausscheidungen und Futterreste direkt ins umliegende Wasser. Geschlossene Anlagen fangen diese Stoffe dagegen auf und bereiten das Wasser auf.

Ob ein Betrieb als nachhaltige Aquakultur gilt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Entscheidend sind unter anderem das Haltungssystem, das Futter, der Umgang mit Wasser und Abfällen sowie die Auswirkungen auf die Tiere und ihre Umgebung. Eine nachhaltige Fischzucht versucht, diese Belastungen möglichst gering zu halten. Wie das konkret funktioniert, hängt von der jeweiligen Zuchtform ab.

Typische Probleme bzw. mögliche Merkmale konventioneller AquakulturMögliche Merkmale einer nachhaltigeren Aquakultur
Hohe Besatzdichten können das Wohlbefinden der Fische beeinträchtigenAusreichend Platz und möglichst artgerechte Haltungsbedingungen
Abhängigkeit von Fischmehl und Fischöl aus Wildfängen kann zusätzlichen Druck auf Wildfischbestände ausübenFutter mit möglichst geringem Anteil aus Wildfängen und stärkerer Einsatz alternativer Futtermittel
Medikamente können bei hoher Krankheitsbelastung notwendig werdenGute Haltungs- und Hygienebedingungen, um Krankheiten möglichst zu vermeiden und den Medikamenteneinsatz zu reduzieren
Abwässer, Futterreste und Ausscheidungen können Gewässer belasten, insbesondere bei offenen AnlagenAufbereitung von Wasser und Abwasser sowie möglichst geschlossene oder kontrollierte Wasserkreisläufe
Hoher Wasser- und Energieverbrauch kann die Umweltbilanz verschlechternEffiziente Nutzung von Wasser und Energie
Entkommene Zuchtfische können Wildbestände und Ökosysteme beeinflussenMöglichst geschlossene beziehungsweise gut gesicherte Anlagen und verantwortungsvoller Umgang mit Zuchtbeständen
Nicht heimische Arten können bei einem Entkommen problematisch für die natürliche Artenzusammensetzung seinAuswahl geeigneter Arten und Maßnahmen, die ein Entkommen möglichst verhindern
Intensive Produktion kann zu einer stärkeren Belastung der Umgebung führenAnpassung der Produktionsmenge an die ökologischen Bedingungen des Standorts
Schlechte Arbeitsbedingungen können Teil der Lieferkette seinFaire Arbeitsbedingungen und die Einhaltung sozialer Standards
Fehlende Transparenz erschwert es Verbrauchern, Herkunft und Produktionsbedingungen einzuschätzenNachvollziehbare Herkunft und unabhängige Kontrollen bzw. Zertifizierungen

Wichtig: Nicht jede konventionelle Aquakultur weist automatisch alle genannten Probleme auf. Ebenso ist eine zertifizierte oder als nachhaltig bezeichnete Fischzucht nicht völlig frei von Umweltwirkungen. Entscheidend sind unter anderem Haltung, Futter, Wasser- und Energieverbrauch, Standort und die Auswirkungen auf das umliegende Ökosystem.

Welche Zuchtmöglichkeiten sind in der Aquakultur üblich?

Fischzucht funktioniert nicht überall gleich. Je nach Fischart, Standort und Anlage kommen unterschiedliche Methoden zum Einsatz, zu 100 % kann man keine dieser Anlagen als nachhaltige Aquakultur bezeichnen.

Teichwirtschaft

Die älteste Methode stellt dabei die Teichwirtschaft dar. Hier wird die Fischzucht unter freiem Himmel, entweder in künstlichen oder in abgegrenzten, natürlichen Gewässern, herangezogen.

Während die ökologische Zucht den Fischen möglichst naturnahe Möglichkeiten schafft, herrschen in konventionellen Betrieben erhöhte Besatzdichten sowie überhöhte Fütterungen mit speziellen Futtermitteln.

Durchflussanlagen

Bei einer Durchflussanlage fließt ständig neues Wasser durch die Becken. Die Methode wird beispielsweise bei der Forellenzucht eingesetzt. Das Wasser sorgt für eine gute Sauerstoffversorgung und transportiert Ausscheidungen aus den Becken.

Weitere Formen stellen sogenannte Durchflussanlagen sowie Netzgehege dar. Hier werden in der Regel sehr viele Zuchtfische gehalten und die Wasserqualität kann kaum beeinflusst werden. Neben dem enormen Energieaufwand der Durchflussanlagen verunreinigen Exkremente und Medikamentenzugaben die Gewässer zunehmend.

Eine umweltfreundliche Form stellen dagegen Zuchtanlagen mit geschlossenen Kreisläufen dar. Hier sind verschiedene Becken in einer Halle angelegt, deren Wasser selbstständig aufbereitet wird und so individuelle Züchtungen ermöglicht.

Netzgehege im Meer

Bei der Zucht in Netzgehegen leben die Fische direkt im Meer. Diese Methode wird unter anderem bei Lachs eingesetzt. Das Wasser kann die Gehege frei durchströmen. Genau darin liegt aber auch ein Problem: Futterreste und Ausscheidungen gelangen unmittelbar ins Meer.

Außerdem können Krankheiten zwischen Zucht- und Wildfischen übertragen werden. Entkommen Zuchtfische, können sie sich ebenfalls auf die umliegenden Bestände auswirken.

Geschlossene Kreislaufanlagen

Eine andere Möglichkeit sind geschlossene Kreislaufanlagen, kurz RAS. Hier wird das Wasser gefiltert und wieder in die Becken zurückgeführt. Der Wasserverbrauch lässt sich dadurch stark reduzieren. Gleichzeitig braucht die Technik Strom für Pumpen, Filter und die Aufbereitung des Wassers.

Eine Kreislaufanlage spart Wasser, hat dafür aber einen höheren technischen Aufwand. Bei der Beurteilung müssen deshalb immer mehrere Aspekte zusammen betrachtet werden.

Was ist eine Intensiv-Aquakultur?

Bei der Intensiv-Aquakultur werden viele Fische auf vergleichsweise wenig Raum gehalten. Die Tiere erhalten kontrolliert Futter und die Bedingungen im Wasser werden technisch überwacht und beeinflusst.

Je nach Anlage kommen Belüftung, Filteranlagen oder eine künstliche Sauerstoffzufuhr zum Einsatz. Das ermöglicht eine hohe Produktionsmenge auf begrenzter Fläche.

Allerdings steigt mit der Zahl der Tiere auch der Aufwand für Wasserqualität, Fütterung und Tiergesundheit. Hohe Besatzdichten sind deshalb ein wichtiger Punkt, wenn die Nachhaltigkeit und das Tierwohl einer Anlage beurteilt werden.

Was ist Aquaponik?

Aquaponik verbindet Fischzucht und Pflanzenanbau miteinander. Das Wasser aus den Fischbecken wird dabei zu den Pflanzen geleitet. Die darin enthaltenen Nährstoffe können von den Pflanzen aufgenommen werden. Anschließend wird das gereinigte Wasser wieder zu den Fischen zurückgeführt. So entsteht ein kleiner Kreislauf, bei dem Wasser und Nährstoffe mehrfach genutzt werden.

Aquaponik klingt deshalb zunächst nach einer ziemlich cleveren Lösung. Allerdings ist auch dieses System nicht automatisch nachhaltig. Pumpen, Beleuchtung oder eine zusätzliche Beheizung können beispielsweise viel Energie benötigen.

Welche Vorteile und Nachteile hat Aquakultur?

Aquakultur kann eine sinnvolle Ergänzung zum Wildfang sein. Schließlich muss der Fisch nicht aus natürlichen Beständen gefangen werden und kann unter kontrollierten Bedingungen aufwachsen. Gleichzeitig bringt die Fischzucht aber ihre eigenen Probleme mit sich.

Wie nachhaltig eine Aquakultur ist, hängt deshalb stark davon ab, welche Fischart gezüchtet wird, welches Futter zum Einsatz kommt und wie die Anlage betrieben wird.

Mögliche VorteileMögliche Nachteile
Kann den Druck auf bestimmte Wildfischbestände verringernFuttermittel können Fischmehl und Fischöl aus Wildfischen enthalten
Fisch kann unter kontrollierten Bedingungen produziert werdenFutterreste und Ausscheidungen können Gewässer belasten
Wasser und Umweltbedingungen lassen sich in vielen Anlagen kontrollierenKrankheiten können sich in dicht besetzten Anlagen leichter ausbreiten
Geschlossene Systeme können Wasser mehrfach nutzenKreislaufanlagen benötigen Energie für Pumpen, Filter und Wasseraufbereitung
Aquakultur ermöglicht eine planbare Versorgung mit FischBei offenen Netzgehegen können Zuchtfische entkommen
Regionale Fischzucht kann lange Transportwege vermeidenJe nach Haltungssystem können natürliche Lebensräume beeinträchtigt werden
Integrierte Systeme wie Aquaponik können Nährstoffe weiterverwendenHohe Besatzdichten können Probleme für Tierwohl und Wasserqualität verursachen

Unterm Strich: Aquakultur ist weder grundsätzlich gut noch grundsätzlich schlecht. Es kommt darauf an, wie die Fische gezüchtet werden. Eine gut geplante Anlage kann Ressourcen schonen und die Umweltbelastung reduzieren. Eine schlecht betriebene Fischfarm kann dagegen Gewässer, Wildfischbestände und Ökosysteme belasten.

Wo findest du nachhaltig produzierten Fisch?

Wenn du Fisch aus Aquakultur kaufen möchtest, musst du nicht jedes Detail der Zucht kennen. Ein Blick auf Herkunft und Siegel kann dir aber dabei helfen, eine bessere Entscheidung zu treffen. Bei Bio-Fisch gelten besondere Vorgaben für die Haltung und Fütterung. Auch Siegel wie Naturland, Bioland oder ASC können dir eine Orientierung geben.

Wichtig ist allerdings: Die verschiedenen Siegel stehen nicht für exakt dieselben Kriterien. Ein Siegel sollte deshalb nicht einfach mit „umweltfreundlich“ oder „nachhaltige Aquakultur“ gleichgesetzt werden. Auch beim Einkauf selbst kannst du nachfragen: Woher kommt der Fisch? Wie wurde er gehalten? Gerade an der Frischetheke oder im Fischladen bekommst du häufig Informationen zur Herkunft.

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Keine nachhaltige Aquakultur: Fische werden oft in viel zu kleinen Becken gehalten.

Beispiele für nachhaltige Aquakultur in Deutschland und weltweit

Nachhaltige Aquakultur klingt schnell nach Hightech-Fischfarm. Tatsächlich gibt es aber ganz unterschiedliche Ansätze – von geschlossenen Kreislaufanlagen in Deutschland bis zur Kombination von Fisch-, Muschel- und Algenzucht im Meer.

Beispiele aus Deutschland

Kreislaufanlagen in Deutschland

In Deutschland entstehen zunehmend geschlossene Kreislaufanlagen (RAS). Das Wasser wird dabei gefiltert, aufbereitet und wieder in die Becken zurückgeführt. Dadurch lässt sich der Frischwasserbedarf deutlich reduzieren.

Solche Anlagen gibt es inzwischen bundesweit in größerer Zahl. Gezüchtet werden unter anderem Zander, Welse, Stör, Tilapia und Garnelen. Allerdings haben Kreislaufanlagen auch einen Haken: Die Technik benötigt viel Energie. Sie sind deshalb nicht automatisch klimafreundlich.

Aquaponik-Projekte

Interessant sind außerdem deutsche Projekte, die Fischzucht mit Pflanzenanbau verbinden. Das Prinzip: Die Nährstoffe aus dem Fischwasser werden für die Pflanzen genutzt, während das Wasser anschließend wieder in den Kreislauf zurückgeführt wird.

Damit wird aus einem vermeintlichen Abfallstoff ein Teil der nächsten Produktion. Genau solche Kreisläufe machen Aquaponik für eine ressourcenschonende Lebensmittelproduktion interessant.

Forschung an nachhaltigerem Fischfutter

Ein weiterer wichtiger Ansatz kommt aus der Forschung: Statt für Fischfutter große Mengen Fischmehl und Fischöl aus Wildfischen einzusetzen, werden pflanzliche und alternative Proteinquellen untersucht. In Deutschland wird beispielsweise daran gearbeitet, Fischfutter stärker auf pflanzliche Rohstoffe und andere alternative Zutaten auszurichten.

Beispiele aus anderen Ländern

IMTA in Griechenland

Bei der Integrated Multi-Trophic Aquaculture (IMTA) werden verschiedene Arten miteinander kombiniert. Ein EU-Projekt in Griechenland verbindet beispielsweise Wolfsbarsch beziehungsweise Goldbrasse mit Muscheln und Algen.

Die Idee dahinter ist ziemlich clever: Fische werden gefüttert und geben Nährstoffe an das Wasser ab. Muscheln und Algen können einen Teil dieser Nährstoffe aufnehmen. So werden mehrere Arten gemeinsam produziert und Stoffkreisläufe besser genutzt.

Muscheln und Seetang in den USA

Auch in den USA gibt es interessante Beispiele. In Maine werden beispielsweise Muscheln und Kelp gemeinsam gezüchtet. Der Seetang kann Nährstoffe aufnehmen und die Wasserbedingungen für die Muscheln verbessern. Ein Betrieb in der Nähe von Portland verbindet die Muschelzucht inzwischen mit Kelp- und Austernproduktion.

IMTA in China

In der chinesischen Sanggou Bay wird ebenfalls mit integrierter Aquakultur gearbeitet. Dort werden Austern und Algen miteinander kombiniert. Untersuchungen zeigen, dass die Algen überschüssige Nährstoffe aufnehmen und dadurch zur Stabilität der Wasserqualität beitragen können.

Die Beispiele zeigen vor allem eines: Nachhaltige Aquakultur muss nicht überall gleich aussehen. Diese Projekte zeigen verschiedene Wege, wie Aquakultur umweltverträglicher gestaltet werden kann. Eine pauschale Bewertung ist trotzdem schwierig, denn auch Energieverbrauch, Futter, Tierwohl und die Bedingungen vor Ort müssen berücksichtigt werden.

Warum wir auch den Wildfang nicht empfehlen!

Wir sehen Wildfang kritisch. Denn in Fischernetzen landen nicht immer nur die Tiere, die eigentlich gefangen werden sollen. Wale, Delfine, Schweinswale, Meeresschildkröten und andere Meerestiere können ebenfalls betroffen sein.

Deshalb empfehlen wir bei GreenInfluence keinen Wildfang. Wenn du Fisch essen möchtest, setzen wir lieber auf eine möglichst verantwortungsvoll betriebene nachhaltige Aquakultur.

Das bedeutet natürlich nicht, dass jeder Zuchtfisch automatisch nachhaltig ist. Auch hier solltest du auf Herkunft, Futter, Haltung und die Auswirkungen der Zucht auf die Umwelt achten.

Nach Schätzungen der Internationalen Walfangkommission (IWC) sterben weltweit jedes Jahr mehr als 300.000 Wale, Delfine und Schweinswale durch Beifang und Verwicklungen in Fischereigerät. Viele Tiere ertrinken in Netzen oder schleppen sich mit schwerem Fanggerät weiter, bis sie an Verletzungen, Erschöpfung oder Hunger sterben.

Was kannst du beim Kauf beachten?

Wenn du nachhaltiger einkaufen möchtest, helfen dir ein paar einfache Fragen:

  • Woher kommt der Fisch?
  • Stammt er aus Aquakultur oder Wildfang?
  • Gibt es Informationen zur Haltung?
  • Trägt das Produkt ein anerkanntes Siegel?
  • Ist die Herkunft nachvollziehbar?

So musst du beim Fischkauf nicht jedes Mal eine wissenschaftliche Analyse durchführen. Ein bisschen genauer hinzuschauen, kann aber bereits einen Unterschied machen.

Unserer Meinung nach muss Fisch nicht mehrmals pro Woche auf dem Teller landen. Wenn du Fisch gerne isst, solltest du lieber kleinere Mengen kaufen und dafür bewusster auswählen.

FAQ für nachhaltige Aquakultur

Was ist eine Kreislaufanlage bei der Fischzucht?

Bei einer Kreislaufanlage wird das Wasser aus den Fischbecken gereinigt und anschließend wieder verwendet. Dadurch muss deutlich weniger Frischwasser zugeführt werden. Solche Anlagen können die Umweltbelastung reduzieren, benötigen aber technische Anlagen wie Pumpen und Filter. Deshalb spielt auch der Energieverbrauch eine wichtige Rolle.

Ist Lachs aus Aquakultur nachhaltig?

Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Bei Lachs kommt es unter anderem auf Herkunft, Haltung, Futter und das verwendete Zuchtsystem an. Besonders bei der Fütterung lohnt sich ein genauer Blick, da dafür teilweise Fischmehl und Fischöl eingesetzt werden.

Warum wird Fisch aus Aquakultur mit Fischmehl gefüttert?

Fischmehl und Fischöl liefern konzentrierte Nährstoffe und werden deshalb traditionell in Futtermitteln für Zuchtfische eingesetzt. Problematisch kann das werden, wenn dafür große Mengen Wildfisch gefangen werden. Deshalb arbeitet die Branche zunehmend an alternativen Futterquellen.

Können Zuchtfische aus Aquakulturen in die Natur gelangen?

Ja. Vor allem bei offenen Anlagen im Meer besteht die Möglichkeit, dass Fische aus den Netzen entkommen. Das kann problematisch sein, wenn die gezüchteten Tiere nicht heimisch sind oder Krankheiten auf Wildfische übertragen.

Ist regionale Aquakultur nachhaltiger?

Eine regionale Fischzucht kann Vorteile haben, beispielsweise durch kürzere Transportwege. Regional allein bedeutet aber noch nicht nachhaltig. Auch bei einer Fischfarm in Deutschland spielen Futter, Energieverbrauch, Haltung und Wasser eine wichtige Rolle.

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