Natürliches Shampoo selber machen: 4 einfache Rezepte

Du möchtest natürliches Shampoo selber machen und selbst bestimmen, was auf deine Kopfhaut kommt? Mit wenigen Zutaten lassen sich verschiedene Rezepturen für trockenes, fettiges oder normales Haar herstellen.

Wir zeigen dir, welche Varianten sich eignen, worauf du bei der Zubereitung achten solltest und wann eine andere Haarwäsche die bessere Wahl ist.

Was brauchst du, um natürliches Shampoo selber zu machen?

Für natürliches Shampoo selber machen brauchst du keine lange Zutatenliste. Entscheidend ist zunächst, wie du dein Shampoo aufbauen möchtest: mit Seife, mit pflanzlichen Tensiden oder ganz ohne klassische Waschsubstanzen.

Für ein DIY-Shampoo eignen sich etwa Naturseife, pflanzliche Tenside, Roggenmehl oder Heilerde. Dazu kommen je nach Rezept weitere Zutaten wie Aloe Vera, Kräuter oder Öle.

Welcher Ansatz zu dir passt, hängt von deinen Haaren und deiner Kopfhaut ab. Auch die Wasserhärte spielt bei Rezepten mit Seife eine Rolle. Deshalb lohnt es sich, nicht einfach irgendein Rezept nachzumischen.

Welches Shampoo passt zu deinem Haartyp?

Beim natürlichen Shampoo selber machen lohnt sich ein Blick auf den eigenen Haartyp. Trockenes Haar braucht eine andere Rezeptur als eine schnell fettende Kopfhaut. Strapaziertes Haar wiederum verträgt eine reichhaltigere Pflege.

1. Aloe-Vera-Kokos-Shampoo für trockenes Haar:

Bei trockenem Haar sollte die Haarwäsche die Kopfhaut nicht unnötig entfetten. Für dein natürliches Shampoo eignet sich deshalb eine milde Rezeptur mit Aloe-Vera-Gel und Kokosmilch.

Zutaten:

  • 60 ml Aloe-Vera-Gel
  • 60 ml Kokosmilch
  • 60 ml destilliertes Wasser
  • 2 TL pflanzliches Glycerin

Zubereitung:

  1. Vermische Aloe Vera, Kokosmilch und Wasser gründlich.
  2. Gib anschließend das Glycerin dazu und fülle die Mischung in eine saubere Flasche. Vor jeder Anwendung kurz schütteln.
  3. Verteile eine kleine Menge im nassen Haar und massiere sie sanft in die Kopfhaut.
  4. Spüle anschließend gründlich aus.

Wichtig: Durch die wasser- und kokosmilchhaltigen Zutaten ist dieses Shampoo nicht für eine lange Lagerung gedacht. Stelle deshalb nur eine kleine Menge her und bewahre sie kühl auf.

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2. Shampoo für fettiges Haar selber machen: mit Kastilienseife und Jojoba

Bei schnell fettendem Haar solltest du die Kopfhaut nicht mit reichhaltigen Zutaten beschweren. Für dieses natürliche Shampoo eignet sich eine einfache Mischung aus flüssiger Kastilienseife und Wasser.

Zutaten:

  • 60 ml flüssige Kastilienseife
  • 60 ml destilliertes Wasser
  • 1 TL Jojobaöl

Zubereitung:

  1. Vermische die Kastilienseife mit dem Wasser und rühre das Jojobaöl unter.
  2. Fülle die Mischung in eine saubere Flasche und schüttle sie vor der Anwendung kurz.
  3. Massiere eine kleine Menge in die nasse Kopfhaut und spüle das Haar anschließend gründlich aus.
  4. Vor jedem Gebrauch erneut schütteln.

Auf ätherische Öle solltest du verzichten. Sie sind für die Reinigung nicht nötig und können bei empfindlicher Haut Reizungen oder allergische Reaktionen auslösen.

3. Shampoo für feines oder normales Haar selber machen: mit Aloe Vera und Kamille

Feines Haar braucht keine schwere Pflege. Für dieses natürliche Shampoo kombinierst du Aloe-Vera-Gel mit abgekühltem Kamillentee. Die Mischung kommt ohne Öl aus und lässt sich leicht ausspülen.

Zutaten:

  • 100 ml abgekühlter Kamillentee
  • 50 ml Aloe-Vera-Gel
  • 1 TL pflanzliches Glycerin

Zubereitung:

  1. Brühe den Kamillentee auf und lass ihn vollständig abkühlen.
  2. Vermische ihn anschließend mit Aloe-Vera-Gel und Glycerin.
  3. Verteile die Mischung auf der nassen Kopfhaut und massiere sie sanft ein.
  4. Spüle das Shampoo danach gründlich aus.

Da die Mischung Wasser enthält und keine Konservierung besitzt, solltest du nur eine kleine Menge herstellen und sie nicht über längere Zeit aufbewahren.

Shampoo für strapaziertes Haar selber machen: mit Avocado und Kokosmilch

Wenn dein Haar trocken, spröde oder durch Färben und Hitze strapaziert ist, darf die Pflege etwas reichhaltiger ausfallen. Für dieses natürliche Shampoo kombinierst du Avocado mit Kokosmilch und etwas Olivenöl.

Zutaten:

  • ½ reife Avocado
  • 60 ml Kokosmilch
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 Eigelb

Zubereitung:

  1. Zerdrücke die Avocado zu einer möglichst glatten Creme.
  2. Verrühre sie mit Kokosmilch, Olivenöl und Eigelb, bis eine gleichmäßige Mischung entsteht.
  3. Verteile das Shampoo im feuchten Haar und lass es einige Minuten einwirken.
  4. Spüle es anschließend gründlich mit lauwarmem Wasser aus.

Dieses Rezept ist eher eine reichhaltige Haarpflege als ein klassisches Shampoo. Für fettige Kopfhaut eignet es sich deshalb nicht. Bei sehr feinem Haar kann die Mischung ebenfalls zu schwer sein.

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Shampoo selber machen ohne Seife: Welche Möglichkeiten gibt es?

Du möchtest Shampoo selber machen, aber lieber auf Seife verzichten? Dann gibt es verschiedene Ansätze. Neben Rezepten mit Kastilienseife kommen auch Mischungen mit pflanzlichen Tensiden infrage.

Für die Haarwäsche ohne Seife solltest du allerdings nicht einfach irgendeine Küchenzutat verwenden. Entscheidend ist, dass die Mischung das Haar und die Kopfhaut tatsächlich reinigt und sich angenehm ausspülen lässt.

Wenn du eine möglichst unkomplizierte Variante möchtest, sind milde pflanzliche Tenside eine gute Grundlage. Sie reinigen das Haar, ohne dass du auf Seife zurückgreifen musst. Aloe Vera oder pflanzliches Glycerin lassen sich je nach Rezept ergänzen, wenn du die Mischung etwas pflegender gestalten möchtest.

Für uns gilt: Nur weil eine Zutat natürlich klingt, gehört sie noch lange nicht automatisch in ein Shampoo. Bei DIY-Kosmetik lohnt sich ein Blick auf die tatsächliche Funktion jeder einzelnen Zutat.

Tipp: Sogenannte Solidshampoos oder Shampoobars gibt es zum Beispiel handgefertigt aus der Uckermark von der Naturseifen Manufaktur.

Wie lange hält selbst gemachtes Shampoo?

Bei natürliches Shampoo selber machen solltest du die Haltbarkeit nicht unterschätzen. Sobald Wasser, Aloe Vera, Kokosmilch, Eigelb oder andere frische Zutaten enthalten sind, kann die Mischung schneller verderben als gekauftes Shampoo mit geprüfter Konservierung.

Stelle deshalb nur kleine Mengen her und arbeite mit sauberen Gefäßen und Händen. Bewahre wasserhaltige Mischungen kühl auf und entsorge sie, sobald sich Geruch, Farbe oder Konsistenz auffällig verändern.

Eine pauschale Haltbarkeit von zwei Wochen lässt sich nicht für jedes Rezept angeben. Ohne mikrobiologische Prüfung weißt du nicht zuverlässig, wie lange eine selbst gemachte Mischung sicher bleibt.

Warum sind Parabene in Shampoo problematisch? Parabene werden als Konservierungsstoffe eingesetzt. Sie verhindern, dass sich Mikroorganismen in wasserhaltigen Kosmetikprodukten vermehren. Einige Parabene wurden wegen möglicher hormoneller Wirkungen wissenschaftlich untersucht.

Für die in der EU zugelassenen Mengen gilt jedoch: Der wissenschaftliche Ausschuss für Verbrauchersicherheit bewertet mehrere Parabene als sicher. Das BfR sieht deshalb keinen Grund, Parabene grundsätzlich durch andere Konservierungsstoffe zu ersetzen.

Wenn du natürliches Shampoo selber machen möchtest, ist ein anderer Punkt wichtiger: Sobald du Wasser und frische Zutaten verwendest, brauchst du eine hygienische Lösung für die Haltbarkeit. Ein selbst gemischtes Shampoo ist nicht automatisch sicherer, nur weil es keine Parabene enthält.

Sind ätherische Öle im selbst gemachten Shampoo sinnvoll?

Ätherische Öle sind für ein natürliches Shampoo nicht notwendig. Sie werden häufig wegen ihres Duftes eingesetzt, können die Haut aber reizen oder allergische Reaktionen auslösen.

Wenn du ätherische Öle verwendest, solltest du sie deshalb sparsam dosieren und nur gut verdünnt einsetzen. Bei empfindlicher Kopfhaut solltest du ganz darauf verzichten.

Ist selbst gemachtes Shampoo wirklich nachhaltiger?

Shampoo selber machen spart zunächst eine fertige Plastikflasche. Damit ist die Sache aber noch nicht automatisch nachhaltiger. Auch die Verpackungen der Zutaten, ihre Herkunft und die Menge, die du tatsächlich verbrauchst, spielen eine Rolle.

Bei Rezepten mit frischen Lebensmitteln kommt noch ein anderer Punkt hinzu: Avocado, Kokosmilch oder Eigelb gehören eigentlich auf den Teller und nicht zwingend ins Badezimmer. Wenn dafür Lebensmittel gekauft werden, die anschließend nur teilweise im Shampoo landen, ist der ökologische Vorteil nicht mehr so eindeutig.

Für uns bei GreenInfluence ist deshalb nicht jedes DIY-Rezept automatisch die bessere Wahl. Wer Verpackungsmüll vermeiden möchte, fährt mit einer einfachen Rezeptur und möglichst wenig Verpackung oft besser als mit einer langen Zutatenliste.

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FAQ zu „natürliches Shampoo selber machen“

Natürliches Shampoo selber machen: Wie lange hält es?

Beim natürlichen Shampoo selber machen hängt die Haltbarkeit stark von den Zutaten ab. Wasserhaltige Mischungen mit frischen Zutaten verderben schneller als trockene Rezepturen. Stelle deshalb lieber kleine Mengen her und bewahre sie sauber und kühl auf. Eine feste Haltbarkeit lässt sich ohne Prüfung der jeweiligen Rezeptur nicht zuverlässig nennen.

Kann man ohne Seife natürliches Shampoo selber machen ?

Ja, natürliches Shampoo selber machen funktioniert auch ohne Seife. Du kannst etwa milde pflanzliche Tenside als Waschsubstanz verwenden. Sie reinigen das Haar anders als Seife und lassen sich gezielter formulieren. Wenn du auf Tenside und Seife verzichten möchtest, solltest du prüfen, ob die gewählte Alternative dein Haar tatsächlich ausreichend reinigt.

Natürliches Shampoo selber machen: Kann es das Haar stumpf machen?

Beim natürlichen Shampoo selber machen spielt die verwendete Waschsubstanz eine große Rolle. Seifen sind alkalisch und können sich je nach Haar und Wasserhärte ungünstig auswirken. Auch Rückstände einer Rezeptur können das Haar stumpf erscheinen lassen. Wenn sich dein Haar nach mehreren Wäschen verändert, passt das Rezept vermutlich nicht zu dir.

Ist natürliches Shampoo selber machen wirklich nachhaltiger?

Natürliches Shampoo selber machen spart eine fertige Shampooflasche, macht eine Haarwäsche aber nicht automatisch nachhaltiger. Auch Zutaten, Verpackungen, Transport und mögliche Lebensmittelreste gehören zur Bilanz. Für uns bei GreenInfluence zählt deshalb nicht allein die Herstellung zu Hause. Entscheidend ist, was du tatsächlich verbrauchst und welchen Abfall du dabei vermeidest.

Welches Shampoo benutzt du am liebsten?

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