Flugreisen gehören zu den klimaschädlichsten Arten, in den Urlaub zu kommen. Trotzdem musst du nicht auf Reisen verzichten, wenn du nachhaltiger unterwegs sein möchtest. Wir zeigen dir, wo du wirklich etwas bewirken kannst, welche Reiseformen sinnvoll sind und worauf es am Urlaubsort ankommt.
Was bedeutet nachhaltig reisen?
Nachhaltig reisen bedeutet mehr, als nur möglichst wenig CO₂ auszustoßen. Auch die Menschen vor Ort, die Natur und die wirtschaftlichen Auswirkungen des Tourismus gehören dazu. Für uns bei GreenInfluence zählt deshalb das Gesamtbild: Wie reist du an, wo übernachtest du und was passiert während deines Aufenthalts?
Eine Reise wird nie in allen Bereichen perfekt nachhaltig sein. Das muss sie auch nicht. Entscheidend ist, dass du die Auswirkungen deiner Reise kennst und dort bessere Entscheidungen triffst, wo es für dich realistisch ist.
Dazu gehören drei Bereiche:
- Ökologie: Wie stark belastet die Reise Klima, Natur und Ressourcen?
- Soziales: Werden Menschen vor Ort fair behandelt und vom Tourismus berücksichtigt?
- Wirtschaft: Bleibt möglichst viel Geld bei lokalen Unternehmen und in der Region?
Gerade beim Reisen lohnt sich dieser Blick. Ein Hotel mit regionalem Frühstück ist wenig hilfreich, wenn der Urlaubsort nur mit einem Kurzstreckenflug erreichbar ist. Umgekehrt wird eine Bahnfahrt nicht automatisch zu einer nachhaltigen Reise, wenn vor Ort große Mengen Wasser verbraucht oder sensible Naturräume belastet werden.
Für uns bedeutet nachhaltiges Reisen deshalb vor allem: bewusst entscheiden, statt perfekt sein zu wollen.
Wie kannst du nachhaltig anreisen?
Die Anreise gehört zu den Entscheidungen, die den ökologischen Fußabdruck einer Reise stark beeinflussen. Das Umweltbundesamt empfiehlt deshalb, Flugreisen möglichst zu vermeiden und innerhalb Deutschlands und Europas Bahn oder Bus zu prüfen.
Zug statt Flug
Für viele Ziele in Deutschland und Europa ist die Bahn eine gute Alternative zum Flugzeug. Bei Städtereisen lohnt sich ein Vergleich der gesamten Reisezeit. Anfahrt zum Flughafen, Check-in, Sicherheitskontrolle und der Weg vom Flughafen ins Zentrum gehören schließlich ebenfalls zur Reise.
Auch Nachtzüge sind interessant. Du legst die Strecke während des Schlafens zurück und kommst morgens direkt in der Zielregion an. Das UBA nennt Bahn und Bus ausdrücklich als klimafreundlichere Alternativen zum Flug innerhalb Deutschlands und Europas.
Wann ist der Fernbus sinnvoll?
Auch der Fernbus gehört zu den Verkehrsmitteln, die du für längere Strecken prüfen kannst. Gerade bei europäischen Verbindungen gibt es viele direkte Strecken. Ob der Bus für dich passt, hängt vor allem von Fahrzeit, Verbindung und Reiseziel ab.
Und was ist mit dem Auto?
Das Auto lässt sich nicht für jeden Urlaub ersetzen. Wer auf dem Land lebt oder mit Kindern und viel Gepäck unterwegs ist, hat andere Voraussetzungen als jemand mit einem gut ausgebauten Bahnnetz vor der Haustür.
Wenn du mit dem Auto fährst, lohnt sich deshalb eine andere Frage: Muss wirklich jeder Ausflug mit dem eigenen Wagen stattfinden? Eine Anreise mit dem Auto und die Nutzung von Bus, Bahn oder Fahrrad am Urlaubsort kann sinnvoller sein als tägliche Fahrten.
Fliegen möglichst vermeiden
Bei Flugreisen fallen durch die große Entfernung und den hohen Emissionsausstoß besonders viele Treibhausgase an. Ein Hin- und Rückflug von Deutschland auf die Kanaren verursacht laut Umweltbundesamt etwa 1.700 kg CO₂e pro Person.
Das heißt nicht, dass jede Flugreise grundsätzlich ausgeschlossen werden muss. Für weit entfernte Ziele gibt es oft keine realistische Alternative. Bei europäischen Reisezielen lohnt sich aber ein Blick auf Bahn- und Busverbindungen.
Unsere Meinung bei GreenInfluence: Wenn du zwischen einem Flug und einer gut machbaren Bahnreise wählen kannst, spricht beim Klimaschutz viel für die Bahn. Noch besser wird die Bilanz, wenn du nicht für zwei oder drei Tage weit wegfliegst, sondern näher reist und länger bleibst.
Nicht nur das Verkehrsmittel zählt
Die Entfernung spielt ebenfalls eine große Rolle. Das Umweltbundesamt nennt nahe Reiseziele, längere Aufenthalte und klimafreundlichere Verkehrsmittel als wichtige Ansatzpunkte für nachhaltigeres Reisen.
Ein Urlaub muss also nicht mit der Suche nach dem „perfekten“ Verkehrsmittel beginnen. Überlege zuerst, wie weit du wirklich reisen möchtest und wie lange du dort bleiben willst. Danach wird die Wahl der Anreise oft deutlich einfacher.

Welche Reiseziele eignen sich für nachhaltigen Urlaub?
Für nachhaltigen Urlaub musst du nicht weit reisen. Gerade Deutschland und die Nachbarländer bieten viele Ziele, die du ohne Flugzeug erreichen kannst. Das spart Emissionen bei der Anreise und macht spontane oder kürzere Reisen leichter.
Nachhaltig reisen in Deutschland
Deutschland eignet sich besonders gut für Reisen mit Bahn, Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Nord- und Ostseeküste, der Schwarzwald, die Mecklenburgische Seenplatte und viele Mittelgebirgsregionen lassen sich ohne Flug erreichen.
Auch für Familien ist ein Urlaub in Deutschland interessant. Eine kürzere Anreise bedeutet weniger Zeit im Auto oder Zug und lässt sich leichter mit einem längeren Aufenthalt verbinden.
Dabei lohnt sich der Blick auf weniger bekannte Orte. Bekannte Ferienregionen stehen in der Hauptsaison oft unter hohem Besucherdruck. Eine Reise außerhalb der Ferienzeiten entlastet die Infrastruktur und bietet häufig eine ruhigere Urlaubserfahrung.
Europa mit der Bahn entdecken
Auch für nachhaltig reisen in Europa gibt es viele Möglichkeiten. Frankreich, Österreich, die Niederlande oder Tschechien sind von Deutschland aus mit der Bahn erreichbar. Nachtzüge erweitern die Auswahl um Ziele, für die eine Tagesfahrt zu lang wäre.
Wer mit dem Zug reist, sollte nicht nur auf die Entfernung achten. Eine direkte Verbindung ist häufig angenehmer als eine Reise mit vielen Umstiegen. Bei der Planung zählt deshalb das Gesamtpaket aus Fahrzeit, Umstiegen und Anschlussmöglichkeiten.
Warum länger bleiben nachhaltiger sein kann
Eine weite Anreise fällt weniger ins Gewicht, wenn du länger am Ziel bleibst. Wer für drei Tage nach Barcelona fliegt, verursacht durch die Anreise einen hohen Emissionsanteil für einen sehr kurzen Aufenthalt.
Bei einer längeren Reise verteilen sich die Emissionen der Anreise auf mehr Urlaubstage. Das spricht nicht automatisch für eine Fernreise. Ein längerer Aufenthalt an einem erreichbaren Ziel ist oft die bessere Wahl als mehrere kurze Trips.
Overtourism bei der Reiseplanung mitdenken
Nicht jedes beliebte Reiseziel braucht noch mehr Besucher. In Städten und Regionen mit starkem Overtourism geraten Wohnraum, Natur und Infrastruktur unter Druck.
Du kannst gegensteuern, indem du weniger überlaufene Orte auswählst oder außerhalb der Hauptsaison reist. Auch kleinere lokale Anbieter profitieren davon, wenn sich deine Ausgaben nicht ausschließlich auf die bekannten touristischen Zentren konzentrieren.
Unsere Redaktion findet deshalb: Ein nachhaltiges Reiseziel muss nicht mit einem grünen Label werben. Oft ist die bessere Wahl ein Ort, den du gut erreichst, länger besuchst und respektvoll erkundest.

Wie findest du eine nachhaltige Unterkunft?
Die Unterkunft gehört neben der Anreise zu den großen Stellschrauben einer Reise. Bei der Suche nach einem nachhaltigen Hotel oder einer Ferienwohnung lohnt sich deshalb ein Blick hinter Werbeversprechen und grüne Logos.
Woran erkennst du eine nachhaltige Unterkunft?
Ein glaubwürdiges Angebot nennt konkrete Maßnahmen. Dazu gehören etwa ein geringer Energieverbrauch, erneuerbare Energien, ein sparsamer Umgang mit Wasser oder ein durchdachtes Abfallkonzept.
Auch beim Essen kannst du genauer hinschauen. Regionale und saisonale Lebensmittel verkürzen Transportwege und stärken Betriebe aus der Umgebung. Ein Hotel, das mit regionalen Produkten arbeitet, sollte allerdings auch sagen können, woher diese stammen.
Bei Ferienwohnungen spielen andere Fragen eine Rolle. Entscheidend ist zum Beispiel, wie die Unterkunft beheizt wird und ob sie dauerhaft für Touristen vermietet wird. Gerade in Städten kann eine hohe Zahl touristischer Ferienwohnungen den ohnehin knappen Wohnraum zusätzlich belasten.
Sind Bio-Hotels automatisch nachhaltig?
Der Begriff „Bio-Hotel“ klingt zunächst eindeutig. Er sagt allein aber noch nicht, wie die gesamte Unterkunft wirtschaftet.
Schau deshalb auf die konkreten Kriterien. Wie wird Energie erzeugt? Wie geht der Betrieb mit Wasser und Abfällen um? Welche Lebensmittel werden angeboten? Werden Beschäftigte fair bezahlt?
Ein einzelnes Merkmal macht noch keine nachhaltige Unterkunft aus.
Welche Siegel helfen bei der Auswahl?
Nachhaltigkeitssiegel können die Suche erleichtern, wenn hinter ihnen nachvollziehbare Kriterien und eine unabhängige Prüfung stehen. Ein grünes Blatt im Logo reicht dagegen nicht aus.
Bei einer Buchung solltest du deshalb nicht nur auf das Siegel schauen. Prüfe auch, wer es vergibt, welche Kriterien gelten und ob die Angaben kontrolliert werden.
Gerade bei Nachhaltigkeitsversprechen lohnt sich ein gesunder Zweifel. Ein Hotel spart beispielsweise nicht automatisch viel Wasser, nur weil es seine Gäste darum bittet, Handtücher mehrfach zu benutzen.
Was bedeutet nachhaltig bei der Unterkunft wirklich?
Eine nachhaltige Unterkunft muss nicht jedes einzelne Umweltproblem lösen. Entscheidend ist das Gesamtbild.
Für uns bei GreenInfluence zählt deshalb weniger, wie grün ein Hotel klingt. Wir schauen lieber darauf, was der Betrieb tatsächlich verändert und wie transparent er darüber informiert.
Das macht die Suche etwas aufwendiger. Dafür kannst du besser einschätzen, ob hinter dem Versprechen auch konkrete Maßnahmen stehen.
Welche Nachhaltigkeitssiegel für Reisen sind seriös?
Ein grünes Logo auf der Hotelwebsite sagt noch nicht viel aus. Wenn du nachhaltig reisen möchtest, lohnt sich deshalb ein Blick darauf, welche Kriterien hinter einem Siegel stehen und wie deren Einhaltung geprüft wird.
Green Key
Green Key richtet sich unter anderem an Hotels, Hostels, Campingplätze, Ferienparks und kleinere Unterkünfte. Die Kriterien decken verschiedene Umweltbereiche ab und unterscheiden zwischen verpflichtenden Vorgaben und zusätzlichen Richtwerten. Zum Verfahren gehört eine Prüfung vor Ort sowie eine unabhängige Zertifizierungsentscheidung.
Das macht Green Key interessanter als ein reines Versprechen des Betriebs. Trotzdem lohnt sich auch hier ein Blick auf die konkreten Kriterien und die aktuelle Gültigkeit des Zertifikats.
Viabono
Viabono ist vor allem für den Deutschlandtourismus interessant. Bei der Zertifizierung werden unter anderem Kennzahlen für Energie, CO₂, Wasser und Restabfall erfasst und mit vergleichbaren Betrieben verglichen. Auch regionale und fair gehandelte Lebensmittel gehören zu den Anforderungen.
Mit Viabono Plus gibt es außerdem eine umfassendere Nachhaltigkeitszertifizierung. Sie berücksichtigt unter anderem Management, Soziales, Energie und Klima, Wasser, Abfall, Lebensmittel, Mobilität und Biodiversität. Eine unabhängige Prüfung vor Ort gehört zum Verfahren.
TourCert
TourCert zertifiziert nicht nur einzelne touristische Betriebe. Mit der Auszeichnung „Nachhaltiges Reiseziel“ wird eine gesamte Destination betrachtet. Dabei werden auch touristische Anbieter innerhalb der Region einbezogen. Die Kriterien werden im Rahmen eines Audits geprüft, die endgültige Entscheidung trifft der TourCert-Zertifizierungsrat.
Das ist interessant, wenn du nicht nur nach einem nachhaltigen Hotel suchst, sondern wissen möchtest, wie eine ganze Urlaubsregion mit Nachhaltigkeit umgeht.
Worauf solltest du bei einem Siegel achten?
Du musst nicht jedes Zertifizierungssystem auswendig kennen. Drei Fragen helfen bei der Einschätzung:
- Welche Kriterien werden geprüft?
- Wer kontrolliert die Angaben?
- Wie oft wird die Zertifizierung erneuert?
Je transparenter ein Anbieter diese Fragen beantwortet, desto leichter lässt sich das Nachhaltigkeitsversprechen einschätzen.
Unsere Meinung: Ein Siegel ist ein guter Ausgangspunkt, aber kein Grund, die Unterkunft blind zu buchen. Schau zusätzlich auf die tatsächlichen Maßnahmen des Betriebs. Ein Hotel, das offenlegt, wie es Energie, Wasser, Lebensmittel und Abfall handhabt, liefert dir deutlich mehr Informationen als eine Website mit fünf grünen Symbolen.

Wie bewegst du dich am Urlaubsort nachhaltig?
Die Anreise ist nur ein Teil der Rechnung. Auch vor Ort legst du mit deiner Verkehrsmittelwahl fest, wie viel Energie und Platz dein Urlaub beansprucht.
Bus und Bahn statt Mietwagen
In Städten und gut erschlossenen Ferienregionen kommst du oft ohne eigenes Auto aus. Öffentliche Verkehrsmittel bringen dich zu Sehenswürdigkeiten, Stränden oder Ausflugszielen, ohne dass du selbst einen Parkplatz suchen musst.
Gerade in beliebten Urlaubsorten hat das einen praktischen Vorteil. Weniger Autos bedeuten weniger Verkehr auf ohnehin stark belasteten Straßen.
Vor der Buchung lohnt sich deshalb ein Blick auf das lokale Verkehrsnetz. Gibt es einen Bahnhof? Wie häufig fahren Busse? Erreichst du deine wichtigsten Ziele ohne Auto?
Fahrrad und zu Fuß für kurze Strecken
Für kurze Wege ist das Fahrrad oft eine gute Wahl. Du siehst mehr von der Umgebung und brauchst weder Parkplatz noch Kraftstoff.
Auch zu Fuß lässt sich ein Urlaub anders erleben. Statt jede Sehenswürdigkeit einzeln anzufahren, kannst du mehrere Ziele miteinander verbinden und die Strecke als Teil des Tages betrachten.
Wann ein Mietwagen sinnvoll ist
Ganz ohne Auto funktioniert nicht jeder Urlaub. In ländlichen Regionen oder bei abgelegenen Unterkünften fehlt häufig eine brauchbare Verbindung mit Bus und Bahn.
Dann muss der Mietwagen nicht gleich für die gesamte Reise gebucht werden. Prüfe, ob du ihn nur für einzelne Tage brauchst. Carsharing oder ein lokaler Mietwagenanbieter können ebenfalls eine Alternative sein.
Wenn du mit mehreren Personen unterwegs bist, solltest du außerdem die Auslastung berücksichtigen. Vier Menschen in einem Auto verursachen pro Person weniger Emissionen als vier einzelne Fahrzeuge.
Ausflüge nicht unterschätzen
Auch die Fahrt zum Ausflugsziel gehört zur Reise. Ein scheinbar kurzer Programmpunkt kann mehrere Kilometer zusätzliche Autofahrt bedeuten.
Deshalb lohnt sich eine einfache Frage: Musst du wirklich jeden Tag irgendwohin fahren?
Ein Urlaubstag am Strand, eine Wanderung direkt von der Unterkunft oder ein Spaziergang durch den Ort brauchen kein zusätzliches Verkehrsmittel. Gerade hier entsteht oft der angenehmste Nebeneffekt nachhaltiger Mobilität: Du hast weniger Zeit im Verkehr und mehr Zeit am Urlaubsort.
Für uns bei GreenInfluence ist deshalb nicht entscheidend, dass du jede Strecke mit dem Fahrrad zurücklegst. Entscheidend ist, dass du für jede Strecke das Verkehrsmittel wählst, das zu Entfernung und Ort passt.
Wie bewegst du dich am Urlaubsort nachhaltig?
Die Anreise ist nur ein Teil der Rechnung. Auch vor Ort legst du mit deiner Verkehrsmittelwahl fest, wie viel Energie und Platz dein Urlaub beansprucht.
Bus und Bahn statt Mietwagen
In Städten und gut erschlossenen Ferienregionen kommst du oft ohne eigenes Auto aus. Öffentliche Verkehrsmittel bringen dich zu Sehenswürdigkeiten, Stränden oder Ausflugszielen, ohne dass du selbst einen Parkplatz suchen musst.
Gerade in beliebten Urlaubsorten hat das einen praktischen Vorteil. Weniger Autos bedeuten weniger Verkehr auf ohnehin stark belasteten Straßen.
Vor der Buchung lohnt sich deshalb ein Blick auf das lokale Verkehrsnetz. Gibt es einen Bahnhof? Wie häufig fahren Busse? Erreichst du deine wichtigsten Ziele ohne Auto?
Fahrrad und zu Fuß für kurze Strecken
Für kurze Wege ist das Fahrrad oft eine gute Wahl. Du siehst mehr von der Umgebung und brauchst weder Parkplatz noch Kraftstoff.
Auch zu Fuß lässt sich ein Urlaub anders erleben. Statt jede Sehenswürdigkeit einzeln anzufahren, kannst du mehrere Ziele miteinander verbinden und die Strecke als Teil des Tages betrachten.
Wann ein Mietwagen sinnvoll ist
Ganz ohne Auto funktioniert nicht jeder Urlaub. In ländlichen Regionen oder bei abgelegenen Unterkünften fehlt häufig eine brauchbare Verbindung mit Bus und Bahn.
Dann muss der Mietwagen nicht gleich für die gesamte Reise gebucht werden. Prüfe, ob du ihn nur für einzelne Tage brauchst. Carsharing oder ein lokaler Mietwagenanbieter können ebenfalls eine Alternative sein.
Wenn du mit mehreren Personen unterwegs bist, solltest du außerdem die Auslastung berücksichtigen. Vier Menschen in einem Auto verursachen pro Person weniger Emissionen als vier einzelne Fahrzeuge.
Ausflüge nicht unterschätzen
Auch die Fahrt zum Ausflugsziel gehört zur Reise. Ein scheinbar kurzer Programmpunkt kann mehrere Kilometer zusätzliche Autofahrt bedeuten.
Deshalb lohnt sich eine einfache Frage: Musst du wirklich jeden Tag irgendwohin fahren?
Ein Urlaubstag am Strand, eine Wanderung direkt von der Unterkunft oder ein Spaziergang durch den Ort brauchen kein zusätzliches Verkehrsmittel. Gerade hier entsteht oft der angenehmste Nebeneffekt nachhaltiger Mobilität: Du hast weniger Zeit im Verkehr und mehr Zeit am Urlaubsort.
Für uns bei GreenInfluence ist deshalb nicht entscheidend, dass du jede Strecke mit dem Fahrrad zurücklegst. Entscheidend ist, dass du für jede Strecke das Verkehrsmittel wählst, das zu Entfernung und Ort passt.
Wie schützt du Natur und Tiere auf Reisen?
Ein Urlaub in der Natur bringt dich näher an Wälder, Berge, Küsten oder geschützte Gebiete. Genau dort solltest du besonders darauf achten, keine Spuren zu hinterlassen, die nach deiner Abreise bleiben.
Bleib auf ausgewiesenen Wegen
In Naturschutzgebieten und Nationalparks haben Wege ihren Sinn. Sie schützen empfindliche Pflanzen und verhindern, dass Tiere durch Besucher gestört werden.
Halte dich deshalb an ausgeschilderte Wege und respektiere Sperrungen. Das gilt auch dann, wenn ein kleiner Pfad auf der Karte wie eine interessante Abkürzung aussieht.
Wildtiere gehören nicht zum Urlaubsprogramm
Ein Foto mit einem wilden Tier klingt nach einer schönen Urlaubserinnerung. Für das Tier kann die Begegnung allerdings Stress bedeuten.
Füttere Wildtiere nicht und halte Abstand. Das gilt auch für Tiere, die an Menschen gewöhnt wirken. Besonders kritisch sind Angebote, bei denen Tiere für Fotos, Shows oder Ausflüge eingesetzt werden.
Bei Elefantenreiten, Wildtierfotos oder ähnlichen Attraktionen solltest du genauer hinsehen. Der WWF weist darauf hin, dass touristische Tierangebote mit erheblichen Problemen für das Tierwohl verbunden sein können. (wwf.de)
Souvenirs aus der Natur besser liegen lassen
Muscheln, Korallen, exotische Pflanzen oder Produkte aus Tiermaterial wirken wie harmlose Erinnerungsstücke. Bei geschützten Arten können Kauf und Ausfuhr jedoch verboten sein.
Der WWF rät deshalb davon ab, Souvenirs aus geschützten Tieren und Pflanzen zu kaufen. Auch bei Produkten, deren Herkunft nicht eindeutig ist, solltest du lieber verzichten.
Rücksicht statt Abenteuer um jeden Preis
Nicht jede Sehenswürdigkeit muss aus nächster Nähe erlebt werden. Ein Flamingo muss nicht aufgescheucht werden, damit du ein gutes Foto bekommst. Ein Bergpfad muss nicht verlassen werden, nur weil die Aussicht abseits davon besser aussieht.
Nachhaltig reisen bedeutet auch, Grenzen zu akzeptieren. Die Natur am Urlaubsort ist kein Freizeitpark. Sie ist Lebensraum für Pflanzen und Tiere, die mit deinem Besuch nichts anfangen können.
Unsere Redaktion hält deshalb eine einfache Regel für hilfreich: Wenn dein Erlebnis davon abhängt, dass ein Tier gestresst wird oder ein geschützter Lebensraum Schaden nimmt, ist es das Erlebnis nicht wert.
Wie unterstützt du die Menschen vor Ort?
Nachhaltig reisen heißt auch, darauf zu achten, wo dein Urlaubsgeld landet. Wenn möglichst viel davon bei lokalen Betrieben bleibt, profitieren Menschen und Unternehmen in der Urlaubsregion direkt von deinem Aufenthalt.
Regional essen und einkaufen
Ein Restaurant in Familienbesitz, ein kleiner Hofladen oder ein Markt mit Produkten aus der Region sind gute Anlaufstellen. Dein Geld fließt damit eher in die lokale Wirtschaft als zu großen internationalen Unternehmen.
Das gilt auch für Lebensmittel. Frag ruhig nach, woher Fisch, Gemüse, Käse oder andere Produkte stammen. Regional einzukaufen macht den Urlaub außerdem oft interessanter, weil du die Küche und Produkte der Region kennenlernst.
Kleine Betriebe berücksichtigen
Ein Ausflug mit einem lokalen Anbieter, eine geführte Wanderung oder ein Besuch bei einem regionalen Handwerksbetrieb bringt Einnahmen direkt in die Region.
Das bedeutet nicht, dass große Unternehmen grundsätzlich schlecht sind. Aber wenn du die Wahl hast, kannst du bewusst auch kleinere Anbieter berücksichtigen.
Menschen und Kultur respektieren
Jede Urlaubsregion hat ihre eigenen Regeln und Gewohnheiten. Was für Touristen interessant aussieht, gehört für die Menschen vor Ort zum täglichen Leben.
Informiere dich deshalb vor der Reise über lokale Gepflogenheiten. Dazu gehören etwa angemessene Kleidung an religiösen Orten, Rücksicht auf Wohngebiete und ein respektvoller Umgang mit Einheimischen.
Auch Fotos solltest du nicht ungefragt von Menschen machen. Ein Urlaubsort ist schließlich kein Filmset für deine persönliche Urlaubsgeschichte.
Was bringt All-Inclusive für die Region?
All-Inclusive-Angebote sind nicht automatisch schlecht. Sie können allerdings dazu führen, dass ein größerer Teil der Urlaubsausgaben innerhalb der Hotelanlage bleibt.
Wenn du die lokale Wirtschaft unterstützen möchtest, plane deshalb bewusst einen Restaurantbesuch außerhalb des Hotels oder kaufe bei regionalen Anbietern ein. Schon ein Teil deiner Ausgaben außerhalb der Anlage verändert, wohin dein Geld fließt.
Unsere Redaktion sieht darin einen der angenehmsten Aspekte nachhaltigen Reisens: Du musst nicht weniger erleben, sondern kannst dein Urlaubsgeld bewusster dort ausgeben, wo du gerade zu Gast bist.

Was bringt CO₂-Kompensation beim Reisen?
Wenn ein Flug nicht vermeidbar ist, stößt du trotzdem Treibhausgase aus. Eine CO₂-Kompensation macht diese Emissionen nicht ungeschehen. Sie soll an anderer Stelle Klimaschutz finanzieren, etwa durch Projekte zur Emissionsminderung oder zum Aufbau von Kohlenstoffsenken.
Das Umweltbundesamt sieht Kompensation deshalb als zweitbeste Lösung. Besser ist es, Emissionen gar nicht erst entstehen zu lassen. (umweltbundesamt.de)
Wann ist eine Kompensation sinnvoll?
Wenn du eine Reise buchst, kannst du die verursachten Emissionen zunächst berechnen lassen. Anschließend lässt sich ein entsprechender Betrag in ein Klimaschutzprojekt investieren.
Wichtig ist die Reihenfolge: vermeiden, reduzieren, erst dann kompensieren.
Wer statt des Flugzeugs einen Zug nimmt, vermeidet die Emissionen direkt. Wer fliegt und anschließend kompensiert, hat die Emissionen zunächst verursacht. Die beiden Entscheidungen sind deshalb nicht gleichwertig.
Worauf solltest du bei Klimaschutzprojekten achten?
Nicht jedes Kompensationsangebot verdient automatisch Vertrauen. Entscheidend sind nachvollziehbare Informationen über das Projekt, die Berechnung der Emissionseinsparung und die Kontrolle der Maßnahmen.
Das Umweltbundesamt empfiehlt, bei Kompensationsangeboten auf Qualitätsstandards und transparente Informationen zu achten. Auch die Frage, ob eine Maßnahme tatsächlich zusätzliche Emissionen vermeidet, spielt eine wichtige Rolle. (umweltbundesamt.de)
Kompensation ersetzt keine Reiseentscheidung
Ein häufiger Denkfehler lautet: „Ich fliege einfach und zahle anschließend für den Klimaschutz.“
So einfach ist es nicht. Eine Kompensation kann die Klimawirkung einer Reise nicht nachträglich aus der Welt schaffen. Sie ist eher eine Möglichkeit, zusätzlichen Klimaschutz zu finanzieren, wenn sich Emissionen nicht vermeiden lassen.
Unsere Redaktion würde deshalb zuerst prüfen, ob sich das Ziel ohne Flug erreichen lässt. Wenn nicht, lohnt sich anschließend ein genauer Blick auf seriöse Kompensationsangebote.
Wie erkennst du Greenwashing bei Reiseangeboten?
„Nachhaltig“, „grün“ oder „klimafreundlich“ klingt gut. Solche Begriffe sagen allein aber wenig aus. Wenn du nachhaltig reisen möchtest, solltest du deshalb prüfen, was ein Reiseanbieter mit seinen Versprechen tatsächlich meint.
Schau auf konkrete Angaben
Ein glaubwürdiges Nachhaltigkeitsversprechen bleibt nicht bei schönen Worten. Ein Hotel sollte nachvollziehbar erklären, was es konkret verändert.
Interessant sind zum Beispiel Angaben zu:
- Energieverbrauch und Energiequellen
- Wasserverbrauch
- Abfall und Müllvermeidung
- regionalen Lebensmitteln
- Anreise und Mobilität
- Schutz von Natur und Arten
- Arbeitsbedingungen
Je konkreter die Angaben ausfallen, desto leichter kannst du sie einschätzen.
Vorsicht bei grünen Bildern und leeren Versprechen
Palmen, Blätter, Naturfotos und Begriffe wie „eco“ erzeugen schnell den Eindruck eines umweltfreundlichen Angebots. Sie ersetzen aber keine überprüfbaren Informationen.
Auch Aussagen wie „Wir schützen die Umwelt“ helfen dir bei der Buchung kaum weiter. Woran genau? Mit welchen Maßnahmen? Und wer kontrolliert das?
Fehlen Antworten auf solche Fragen, solltest du das Versprechen nicht überbewerten.
Nachhaltigkeitssiegel genauer ansehen
Ein unabhängiges Siegel kann mehr Aussagekraft haben als ein selbst erfundenes Logo. Trotzdem solltest du auch hier prüfen, welche Kriterien gelten und wie die Einhaltung kontrolliert wird.
Ein Hotel mit Zertifizierung ist nicht automatisch in jedem Bereich vorbildlich. Ein Siegel liefert dir vielmehr einen zusätzlichen Anhaltspunkt für deine Entscheidung.
„Klimaneutral“ ist kein Freifahrtschein
Besonders vorsichtig solltest du bei pauschalen Klimaversprechen sein. Ein Unternehmen kann seine eigenen Emissionen nicht allein dadurch ungeschehen machen, dass es Geld in Klimaschutzprojekte investiert.
Für uns bei GreenInfluence gilt deshalb: Je genauer ein Anbieter erklärt, was er tut, desto besser kannst du sein Nachhaltigkeitsversprechen beurteilen. Eine grüne Website allein reicht uns nicht.
Ist nachhaltig reisen teurer?
Nachhaltig reisen muss nicht automatisch mehr kosten. Der Preis hängt stark davon ab, wohin du reist, wie du anreist und wann du buchst. Eine Bahnfahrt kann teurer als ein günstiger Flug sein, während ein Urlaub in Deutschland mit eigener Anreise deutlich weniger kosten kann als eine Fernreise.
Das Umweltbundesamt kommt ebenfalls zu dem Ergebnis, dass sich kein systematischer Preisaufschlag für nachhaltigere Urlaubsreisen feststellen lässt. Je nach Reise kann eine nachhaltigere Variante günstiger oder teurer ausfallen.
Wo kannst du Geld sparen?
Ein nachhaltiger Urlaub muss nicht mit einem teuren Bio-Hotel beginnen. Schon die Wahl des Reiseziels verändert die Kosten.
Wer eine Region in Deutschland oder im benachbarten Ausland auswählt, spart häufig bei der Anreise. Auch eine Ferienwohnung mit eigener Küche kann die Urlaubskosten senken, wenn du nicht jede Mahlzeit im Restaurant einnehmen möchtest.
Die Nebensaison ist ebenfalls interessant. Außerhalb der Ferienzeiten sind Unterkünfte und Verkehrsmittel häufig günstiger. Gleichzeitig entgehst du dem größten Besucherandrang.
Wann wird nachhaltiger Urlaub teurer?
Es gibt natürlich Fälle, in denen die nachhaltigere Variante mehr kostet. Ein zertifiziertes Hotel, eine komfortable Nachtzugverbindung oder eine Anreise mit der Bahn können teurer sein als ein besonders günstiges Flugticket.
Hier lohnt sich ein Vergleich über den reinen Ticketpreis hinaus. Bei einer Zugreise fällt beispielsweise die Fahrt zum Flughafen weg. Auch zusätzliche Gepäckgebühren oder der Transfer vom Flughafen zum Urlaubsort gehören in die Rechnung.
Nachhaltigkeit muss kein Luxus sein
Du brauchst weder ein Bio-Hotel noch eine Fernreise mit besonders exklusivem Nachhaltigkeitskonzept.
Ein Urlaub kann auch dann nachhaltiger sein, wenn du mit einem normalen Zug fährst, in einer gewöhnlichen Ferienwohnung wohnst und vor Ort Bus oder Fahrrad nutzt.
Unsere Meinung: Wenn Nachhaltigkeit nur funktioniert, solange du deutlich mehr Geld ausgibst, wird sie für viele Menschen keine realistische Option. Besser ist es, nach den Entscheidungen zu schauen, die zu deinem Budget und deinem Urlaub passen.

Wie nachhaltig musst du wirklich reisen?
Du musst nicht jede Reise nach dem größtmöglichen Nachhaltigkeitsstandard planen. Nachhaltig reisen bedeutet nicht, bei jeder Entscheidung die theoretisch beste Variante zu wählen.
Wer in einer Stadt mit gutem Bahnnetz lebt, hat andere Möglichkeiten als jemand auf dem Land. Eine Familie mit kleinen Kindern reist anders als ein Paar mit leichtem Gepäck. Und wer beruflich fliegen muss, hat nicht dieselben Optionen wie jemand, der seinen Urlaub frei planen kann.
Deshalb finden wir bei GreenInfluence einen pragmatischen Ansatz besser als ein schlechtes Gewissen. Schau dir zuerst die großen Entscheidungen an:
- Wie weit möchtest du reisen?
- Wie kommst du dorthin?
- Wie lange bleibst du?
- Wo übernachtest du?
- Wie bewegst du dich vor Ort?
Du musst nicht gleichzeitig alles verändern. Wenn du einen Flug durch eine Zugreise ersetzen kannst, ist das eine klare Entscheidung. Wenn die Bahn keine vernünftige Verbindung bietet, gibt es keinen Grund, dir den gesamten Urlaub zu verderben.
Auch kleine Entscheidungen zählen. Eine regionale Mahlzeit, ein Spaziergang statt einer kurzen Autofahrt oder ein Ausflug mit dem Bus verändern nicht die gesamte Klimabilanz deiner Reise. Sie gehören aber zu einem Reiseverhalten, das weniger Ressourcen beansprucht.
Nachhaltiger reisen statt perfekt reisen
Perfektion ist beim Reisen ohnehin schwer zu erreichen. Selbst ein Urlaub mit Zugfahrt, nachhaltiger Unterkunft und Fahrrad vor Ort verursacht Emissionen und verbraucht Ressourcen.
Das ist kein Grund, gar nicht erst anzufangen.
Unsere Meinung: Der bessere Urlaub ist nicht der, bei dem du alles richtig machst. Es ist der Urlaub, bei dem du die großen Hebel kennst und sie nutzt, wenn es für dich machbar ist.
Genau deshalb lohnt sich der Vergleich vor jeder Reise. Vielleicht stellst du dabei fest, dass der Urlaub am anderen Ende Europas gar nicht nötig ist. Vielleicht findest du einen Ort zwei Zugstunden entfernt, an dem du genauso gut abschalten kannst.
Und manchmal bleibt es trotzdem beim Flug. Auch das gehört zu einer ehrlichen Betrachtung von Nachhaltigkeit.
FAQ zum nachhaltigen Reisen
Ist nachhaltig reisen mit Kindern schwierig?
Nachhaltig reisen mit Kindern muss nicht kompliziert sein. Kurze Anreisen, wenige Ortswechsel und eine Unterkunft mit guter Verkehrsanbindung machen den Urlaub oft entspannter. Zugreisen bieten Familien außerdem die Möglichkeit, während der Fahrt gemeinsam Zeit zu verbringen. Auf dem Land sieht die Sache anders aus, dort bleibt das Auto manchmal die praktischste Wahl.
Kann man nachhaltig reisen und trotzdem fliegen?
Nachhaltig reisen und Fliegen lassen sich nur schwer miteinander vereinbaren, weil Flugreisen hohe Treibhausgasemissionen verursachen. Bei weit entfernten Zielen fehlt häufig eine realistische Alternative. Dann hilft eine längere Aufenthaltsdauer. Für kürzere Strecken innerhalb Europas lohnt sich dagegen ein Vergleich mit Bahn und Fernbus.
Wie erkenne ich beim nachhaltig reisen gutes Greenwashing?
Beim nachhaltig reisen solltest du Werbeaussagen nicht mit tatsächlichen Maßnahmen verwechseln. Begriffe wie „grün“ oder „klimafreundlich“ reichen nicht aus. Prüfe, ob ein Anbieter konkrete Angaben zu Energie, Wasser, Abfall, Mobilität oder sozialen Standards macht. Ein unabhängiges Siegel kann zusätzliche Orientierung geben.
Ist nachhaltig reisen immer teurer?
Nachhaltig reisen kann mehr kosten, muss es aber nicht. Das Umweltbundesamt stellt keinen systematischen Preisaufschlag für nachhaltigere Urlaubsreisen fest. Ein Urlaub in der Nähe, eine Reise außerhalb der Hauptsaison oder eine Ferienwohnung können sogar günstiger sein. Bei Bahnfahrten lohnt sich ein Vergleich mit Flugpreis, Gepäck und Transfers.
Wie kann ich nachhaltig reisen, ohne auf Komfort zu verzichten?
Nachhaltig reisen bedeutet nicht automatisch Verzicht. Du kannst beispielsweise mit dem Nachtzug anreisen, eine gut angebundene Unterkunft wählen und vor Ort Bus, Bahn oder Fahrrad nutzen. Auch ein längerer Aufenthalt kann angenehmer sein als mehrere kurze Reisen. Für uns zählt vor allem, dass Nachhaltigkeit zu deinem tatsächlichen Urlaub passt.

Meine Frau und ich möchten natürlich unseren jährlichen Urlaub in Anspruch nehmen, aber auch umweltbewusster reisen. Wir wussten gar nicht, dass man Biohotels mit lokalen Biolebensmitteln buchen kann. Den Tipp Strände aufzuräumen finde ich wirklich Klasse. Wenn man schon am Strand ist und den Sonnenuntergang genießen möchte, kann man vorher den Strand von Plastikmüll befreien.
Vielen dank für Ihren Tipp keine Pauschalreisen zu buchen, sondern lokale Angebote zu nutzen. Davon werden die Einheimischen sicherlich profitieren. Ihren Tipp 2 befolge ich schon und buche, wo möglich, immer Busreisen.