25 nachhaltige Schmucklabels

Nachhaltiger Schmuck ist längst mehr als recyceltes Gold. Einige Labels setzen auf faire Rohstoffe, andere auf regionale Fertigung, langlebiges Design oder besonders transparente Lieferketten.

Die Unterschiede sind allerdings groß. Aus unserer Sicht lohnt es sich deshalb, nicht nur auf Nachhaltigkeitsversprechen zu schauen, sondern genauer hinzusehen, was eine Marke tatsächlich umsetzt.

Hier stellen wir zehn nachhaltige Schmucklabels vor und zeigen, was ihren jeweiligen Ansatz interessant macht.

Du möchtest nicht auf schönen Schmuck verzichten, legst aber großen Wert darauf, dass dafür keine Menschen ausgebeutet werden? Hier findest du eine Liste für tolle nachhaltige Schmucklabels.

1. Maren Jewellery

Maren Jewellery setzt auf Schmuck aus recyceltem Gold und Silber sowie im Labor gezüchteten Diamanten. Gefertigt wird nach dem Made-to-Order-Prinzip mit ausgewählten Partnerbetrieben in Deutschland. Die Herkunft relevanter Materialien soll dabei dokumentiert und entlang der Lieferkette nachvollziehbar sein.

Interessant ist auch der Ansatz zur Langlebigkeit: Viele Schmuckstücke können repariert, aufgearbeitet oder umgearbeitet werden. Das Label ist außerdem B Corp- und RJC-zertifiziert und veröffentlicht einen eigenen Nachhaltigkeitsbericht.

Aus unserer Sicht gehört Maren Jewellery deshalb zu den Labels, bei denen sich ein genauerer Blick lohnt. Nicht allein wegen der verwendeten Materialien, sondern weil das Unternehmen vergleichsweise viele Informationen zu Herstellung, Lieferkette und eigenen Nachhaltigkeitsmaßnahmen offenlegt.

Für wen interessant? Vor allem für alle, die hochwertigen Gold- oder Silberschmuck mit zeitlosem Design suchen und Wert auf Fertigung in Deutschland legen. Die Preise liegen allerdings eher im höheren Segment.


2. Pukka Berlin

Pukka Berlin setzt bei seinem Goldschmuck auf zertifiziert recyceltes Gold. Bei Diamanten gibt es je nach Schmuckstück unterschiedliche Optionen, darunter natürliche und im Labor gezüchtete Diamanten. Das Label arbeitet außerdem mit einer lebenslangen Garantie, was den Fokus auf langlebige Schmuckstücke unterstreicht.

Wir würden hier allerdings nicht allein wegen des recycelten Goldes von einem rundum nachhaltigen Schmucklabel sprechen. Entscheidend ist das Gesamtbild – also auch die Herkunft der übrigen Materialien und die Transparenz bei der Herstellung.

Interessant ist Pukka Berlin vor allem für alle, die hochwertigen Goldschmuck mit klassischem Design suchen und bei der Materialwahl bewusst auf Recycling setzen möchten.


3. VIERI

VIERI verfolgt beim Thema Gold einen anderen Ansatz als Labels, die ausschließlich auf neu gewonnenes Edelmetall setzen. Verwendet wird unter anderem recyceltes Gold aus bereits vorhandenem Schmuck und anderen Goldquellen. Auch sogenanntes Urban Mining spielt dabei eine Rolle.

Bei den Edelsteinen setzt VIERI unter anderem auf Fair-Trade-Saphire aus Sri Lanka. Damit rückt nicht nur das Material selbst, sondern auch die Herkunft stärker in den Mittelpunkt.

Hier zeigt sich aus unserer Sicht ein wichtiger Unterschied: Recycling allein beantwortet noch nicht alle Fragen rund um nachhaltigen Schmuck. Gerade bei Edelsteinen lohnt sich ein genauer Blick darauf, woher sie stammen und unter welchen Bedingungen sie gewonnen und verarbeitet werden.

VIERI ist vor allem interessant für Menschen, die hochwertigen Goldschmuck suchen und Wert auf die Herkunft von Edelmetallen und Edelsteinen legen. Die Marke bewegt sich allerdings im gehobenen Preissegment.


4. DEAR DARLING BERLIN

DEAR DARLING BERLIN fertigt Schmuck mit Fokus auf recycelte Edelmetalle. Nach Angaben des Labels entstehen die Stücke in kleinen, familiengeführten Manufakturen in Deutschland und Spanien. Ergänzend werden unter anderem im Labor gezüchtete Diamanten angeboten.

Interessant ist der Ansatz auch für Menschen, die Schmuck gerne persönlicher gestalten. Neben klassischen Kollektionen gibt es Möglichkeiten zur Individualisierung, sodass ein Stück nicht unbedingt nach kurzer Zeit durch etwas Neues ersetzt werden muss.

Wir würden hier besonders auf die konkrete Materialangabe des jeweiligen Schmuckstücks achten. Der Begriff „recycelt“ klingt zwar eindeutig, sagt allein aber noch nichts über die gesamte Lieferkette aus.

Das Label passt vor allen, die modernen Schmuck suchen und Wert auf eine Fertigung in europäischen Manufakturen legen.


5. JEM

JEM steht für „Jewellery Ethically Minded“ und konzentriert sich auf Schmuck aus Gold, das unter faireren Bedingungen gewonnen werden soll. Das Label arbeitet mit Fairmined-Gold und verbindet den Ansatz mit hochwertigem Schmuckdesign.

Fairmined bedeutet, dass der Goldabbau bestimmten sozialen und ökologischen Anforderungen entsprechen muss. Für den Vergleich mit anderen Labels ist JEM deshalb interessant, weil hier nicht Recycling im Mittelpunkt steht, sondern die Bedingungen beim Abbau des Rohstoffs.

Aus unserer Sicht ist das ein wichtiger Unterschied: Recyceltes Gold und Fairmined-Gold verfolgen unterschiedliche Ansätze. Welcher davon besser passt, hängt auch davon ab, ob beim Kauf vor allem die Vermeidung von neuem Abbau oder bessere Bedingungen im Bergbau im Vordergrund stehen.

JEM richtet sich vor allem an Menschen, die hochwertigen Schmuck suchen und dabei gezielt auf die Herkunft des Goldes achten möchten.


6. Jewelberry

Jewelberry fertigt vor allem filigranen, verspielten Schmuck aus recyceltem 925er Silber. Die Materialien und Einzelteile kommen nach Angaben des Labels von zertifizierten Herstellern in Deutschland, Frankreich und Italien. Ein großer Teil der Schmuckstücke entsteht anschließend direkt in den Ateliers in München und im Wendland.

Auch für vergoldete Stücke wird recyceltes Feingold verwendet. Das Goldplating erfolgt in der eigenen Galvanik. Wer eine Kette oder einen Anhänger persönlicher gestalten möchte, kann verschiedene Elemente kombinieren und teilweise auch Gravuren wählen.

Was uns bei Jewelberry besonders interessant erscheint, ist die Kombination aus recyceltem Silber und der Weiterverarbeitung in den eigenen Ateliers. Das ist konkreter als ein allgemeines Versprechen, „nachhaltigen Schmuck“ anzubieten.

Das Sortiment passt vor allem zu Menschen, die feinen Schmuck mit etwas Farbe und verspielten Details mögen. Wer ausschließlich nach Goldschmuck sucht, findet bei anderen Labels in dieser Auswahl allerdings eine größere Auswahl.


7. Lilian von Trapp

Lilian von Trapp fertigt seinen Schmuck in Deutschland, unter anderem in Berlin und Pforzheim. Zum Einsatz kommen

Spannend ist vor allem der Umgang mit bereits vorhandenen Steinen: Vintage-Diamanten und -Smaragde werden aufgearbeitet und für neue Schmuckstücke verwendet. Das unterscheidet den Ansatz von Labels, die sich ausschließlich auf neu gewonnene Edelsteine oder Labordiamanten konzentrieren.

Für uns ist die Kombination aus recycelten Edelmetallen, Vintage-Steinen und handwerklicher Fertigung besonders interessant. Gerade bei hochwertigem Schmuck kann es einen Unterschied machen, ob ein vorhandener Stein weiterverwendet wird oder ein neuer Rohstoff gewonnen werden muss.

Das Label richtet sich klar an das Luxussegment. Wer nach preisgünstigem Alltagsschmuck sucht, wird hier eher nicht fündig. Für besondere Ringe, Ohrringe oder individuelle Anfertigungen ist Lilian von Trapp dagegen eine interessante Adresse.


8. A BEAUTIFUL STORY

A Beautiful Story ist ein niederländisches Schmucklabel, das seine Stücke in Nepal und Indien von Hand fertigen lässt. Im Mittelpunkt steht dabei weniger hochwertiger Edelmetallschmuck als vielmehr handgemachter Schmuck aus Messing, Perlen und natürlichen Edelsteinen. Das Label arbeitet mit lokalen Produzenten und orientiert sich nach eigenen Angaben an den Prinzipien des Fairen Handels.

Ein interessanter Punkt ist der soziale Ansatz. A Beautiful Story beschreibt seine Zusammenarbeit mit den Produzenten als langfristig und nennt unter anderem faire Löhne, sichere Arbeitsbedingungen und Unterstützung für die beteiligten Handwerker. Das Unternehmen bezeichnet sich selbst als Social Enterprise.

Beim Material bleibt das Bild etwas differenzierter: Ein großer Teil des Schmucks besteht aus Messing, das anschließend vergoldet oder versilbert wird. Gleichzeitig arbeitet das Label zunehmend mit recycelten Materialien und versucht, die Herkunft von Rohstoffen und Edelsteinen besser nachzuverfolgen.

Für uns ist A Beautiful Story deshalb vor allem wegen des sozialen und handwerklichen Ansatzes interessant. Wer unter nachhaltigem Schmuck ausschließlich recyceltes Gold versteht, findet hier allerdings ein anderes Konzept.

Das Label passt gut zu Menschen, die farbenfrohen, handgefertigten Schmuck mit Symbolen und Edelsteinen mögen und dabei Wert auf die Bedingungen der Herstellung legen.

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9. Wild Fawn Jewellery

Wild Fawn Jewellery fertigt seinen Schmuck im eigenen Studio in Südost-London. Verwendet werden nach Angaben des Labels ausschließlich recyceltes Silber, Gold und Platin. Auch Produktionsreste werden eingeschmolzen und erneut verwendet. Die meisten Stücke entstehen auf Bestellung, wodurch Überproduktion vermieden werden soll.

Bei den Edelsteinen setzt Wild Fawn auf im Labor gezüchtete Diamanten und nach eigenen Angaben rückverfolgbare, verantwortungsvoll beschaffte Saphire. Interessant ist außerdem, dass vorhandenes Gold oder alte Edelsteine von Kunden für neue Schmuckstücke aufgearbeitet werden können.

Für uns ist gerade die Kombination aus Recyclingmaterial, Fertigung auf Bestellung und der Möglichkeit zur Umarbeitung alter Schmuckstücke überzeugend. Sie zeigt, dass Nachhaltigkeit hier nicht nur über ein einzelnes Material definiert wird.

Das Sortiment reicht von feinen Alltagsstücken bis zu Verlobungs- und Eheringen. Wer britisches Design und handgefertigten Schmuck sucht, findet hier eine interessante Alternative zu größeren Schmuckketten.

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10. Edge of Ember

Edge of Ember verbindet modernes Schmuckdesign mit einem vergleichsweise breiten Nachhaltigkeitsansatz. Das Label verwendet nach eigenen Angaben recycelte Metalle und setzt bei seinen Diamanten auf im Labor gezüchtete Varianten. Gefertigt wird mit Partnerbetrieben in verschiedenen Ländern, darunter Indien, Thailand, Italien und China.

Interessant ist auch das Rücknahmeprogramm: Alter Gold- oder Silberschmuck kann eingeschickt und dem Recycling zugeführt werden. Für die Zusammenarbeit mit seinen Lieferanten nennt Edge of Ember außerdem einen eigenen Verhaltenskodex und externe Prüfungen.

Unser Eindruck ist: Gerade das Recyclingprogramm macht Edge of Ember interessant. Nachhaltigkeit endet hier nicht beim Kauf eines neuen Schmuckstücks, sondern wird zumindest teilweise auch auf dessen späteren Umgang ausgeweitet.

Ganz ohne Einschränkungen ist der Ansatz allerdings nicht. Die Produktion verteilt sich auf mehrere Länder, weshalb kurze Transportwege hier nicht das entscheidende Kriterium sind. Wer bei seinem Schmuck vor allem auf eine Fertigung in Deutschland oder Europa Wert legt, findet in dieser Auswahl passendere Labels.

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11. Fejn

fejn jewelry konzentriert sich auf minimalistischen Schmuck und verwendet dafür nach eigenen Angaben recycelte Edelmetalle. Die Kollektionen werden in kleinen Auflagen gefertigt, was zum eher reduzierten Ansatz des Labels passt.

Bei der Auswahl lohnt sich trotzdem ein Blick auf das jeweilige Schmuckstück und die aktuellen Materialangaben. Denn auch bei recyceltem Gold oder Silber bleibt die Frage, wie transparent ein Label über seine Herstellung und Lieferkette informiert.

Unser Eindruck ist: fejn jewelry passt vor allem zu Menschen, die schlichten Schmuck suchen und beim Material auf Recycling setzen möchten. Wer möglichst viele Informationen zur Herkunft einzelner Rohstoffe erwartet, sollte die Angaben des Labels vor dem Kauf genauer prüfen.

Besonders interessant sind die filigranen Ringe, Ketten und Ohrringe für einen eher zurückhaltenden Alltagsstil.

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12. Fremdformat

Fremdformat entwirft und fertigt seinen Schmuck im eigenen Studio in Heidelberg. Zum Einsatz kommen unter anderem recyceltes 925er Silber, recyceltes 14-karätiges Gold und recyceltes Messing. Produziert wird überwiegend auf Bestellung, wodurch unnötige Lagerbestände vermieden werden sollen.

Für uns ist die Kombination aus Recyclingmaterial und lokaler Fertigung besonders interessant. Wer Schmuck aus Deutschland sucht und dabei nicht gleich im Luxussegment landen möchte, findet bei Fremdformat eine spannende Alternative.

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13. Julia Otilia

Julia Otilia verbindet skandinavisch inspiriertes Design mit natürlichen Materialien und handwerklicher Fertigung. Das Label verwendet unter anderem recyceltes Silber und Gold, Süßwasserperlen, zertifiziertes Holz und im Labor gezüchtete Diamanten. Heute entstehen die Schmuckstücke von Hand in der französischen Auvergne.

Interessant ist auch der Slow-Jewellery-Ansatz. Statt schnell wechselnder Kollektionen stehen langlebige Designs und eine sorgfältige Fertigung im Mittelpunkt. Das überzeugt uns vor allem deshalb, weil bei Schmuck nicht nur die Herkunft des Materials zählt, sondern auch die Frage, wie lange ein Stück tatsächlich getragen wird.

Julia Otilia passt damit besonders zu Menschen, die filigranen, naturinspirierten Schmuck suchen und Wert auf kleine, handgefertigte Kollektionen legen.

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14. Jyoti Fair Works

JYOTI – Fair Works verbindet Schmuck mit einem klaren sozialen Ansatz. Das deutsch-indische Label betreibt eigene Werkstätten in Südindien, in denen mehr als 20 Frauen beschäftigt sind. Der Schmuck wird von Hand gefertigt und besteht unter anderem aus Messing und Silber.

Für uns ist gerade die direkte Zusammenarbeit mit den Produzentinnen interessant. JYOTI verfolgt damit einen anderen Weg als Labels, bei denen vor allem recycelte Edelmetalle oder Zertifizierungen im Mittelpunkt stehen.

Das Sortiment umfasst unter anderem Ohrringe, Ringe und Armreifen und richtet sich an alle, die handgefertigten Schmuck mit einem sozialen Schwerpunkt suchen.

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15. Kaligarh

Kaligarh bringt traditionelle Schmuckformen aus Nepal in ein modernes Sortiment. Die Stücke werden in Handarbeit im Himalaya gefertigt und bestehen unter anderem aus Sterling-Silber. Viele Designs greifen regionale Schmucktraditionen auf, etwa aus der Newari- oder Magar-Kultur. Gefertigt werden die einzelnen Stücke von nepalesischen Kunsthandwerkern.

Was uns an Kaligarh besonders interessant erscheint, ist der handwerkliche und kulturelle Ansatz. Hier geht es nicht nur um ein Material wie Recyclinggold, sondern auch darum, traditionelle Techniken und Designs weiterzuführen.

Wer ausgefallenen Silberschmuck mit einem deutlichen Bezug zur nepalesischen Handwerkskultur sucht, findet bei Kaligarh einige besondere Stücke.

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16. Kerbholz

Kerbholz ist vor allem für Accessoires aus Holz bekannt. Auch beim Schmuck spielt das natürliche Material eine zentrale Rolle. Zum Sortiment gehören unter anderem Ohrringe, Halsketten und Armbänder, bei denen Holz mit weiteren Materialien kombiniert wird.

Die Schmuckstücke werden nach Angaben des Labels in Shenzhen, China, gefertigt. Damit unterscheidet sich Kerbholz von Marken, die auf eine Produktion in Deutschland oder Europa setzen.

Unserer Ansicht nach sollte Holz bei Schmuck nicht automatisch mit Nachhaltigkeit gleichgesetzt werden. Entscheidend sind Herkunft des Holzes, Verarbeitung, Haltbarkeit und die übrigen Materialien. Genau deshalb lohnt sich bei Kerbholz ein Blick auf das konkrete Schmuckstück und seine Materialangaben.

Wer Schmuck mit einem natürlichen, eher minimalistischen Look sucht, findet bei Kerbholz eine interessante Alternative zu klassischem Gold- und Silberschmuck.

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17. Lille Mus

Lille Mus setzt bei seinem Schmuck auf eine eher ungewöhnliche Kombination: Porzellan und recyceltes 925er Silber. Die Porzellanelemente werden von Hand gefertigt und mehrfach gebrannt. Je nach Kollektion entstehen sie in Deutschland oder Portugal, die Silberteile kommen aus kleinen Manufakturen in Frankreich und Italien.

Was uns an Lille Mus besonders gefällt, ist die Abkehr vom klassischen Edelmetallschmuck. Porzellan bringt einen ganz eigenen Look mit und kann bei entsprechender Verarbeitung langlebig sein. Die goldfarbenen Details bestehen aus 18-karätiger Vergoldung beziehungsweise bei den Porzellandekoren aus 24-karätigem Feingold.

Wer filigranen Schmuck sucht und einmal etwas anderes als Gold, Silber oder Edelsteine ausprobieren möchte, findet bei Lille Mus viele farbenfrohe Porzellan-Designs.

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18. Nanini

Nanini ist ein niederländisches Schmucklabel von Goldschmiedin Nina Strategier. Die Schmuckstücke werden in Amsterdam von Hand gefertigt. Zum Einsatz kommen Fairmined-Gold und Fairmined-Silber, außerdem fair gehandelte Edelsteine. Auch individuelles Design und die Verarbeitung von mitgebrachtem Altgold sind möglich.

Besonders groß ist die Auswahl bei Ringen – darunter auch zahlreiche Trauringe aus Fairmined-Gold und Silber.

Für uns ist Nanini vor allem wegen der konsequenten Materialauswahl interessant. Wer beim Schmuckkauf nicht nur auf Recycling, sondern auch auf die Bedingungen des Goldabbaus achten möchte, findet hier einen überzeugenden Ansatz.

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19. Nouare

Nouare steht für handgefertigten Schmuck mit einem starken Bezug zur Natur. Die Stücke werden nach Bestellung gefertigt und umfassen unter anderem Ringe, Ketten und Ohrringe. Das Label setzt auf zeitlose Designs und möchte nach eigenen Angaben die Umweltbelastung seiner Schmuckproduktion möglichst gering halten.

Besonders spannend sind die Möglichkeiten, eigene Schmuckstücke über Wachsschnitzerei-Workshops zu gestalten. Dadurch bekommt der Schmuck einen sehr persönlichen Charakter.

Hier würden wir allerdings genauer hinschauen: Die aktuelle Website nennt den ökologischen Anspruch klar, macht aber nicht bei allen Materialien detaillierte Angaben. Für eine Bewertung als besonders nachhaltiges Schmucklabel reicht uns ein allgemeines Umweltversprechen deshalb nicht aus.


20. Pakilia

Pakilia arbeitet mit kleinen Schmuckwerkstätten in Mexiko zusammen und bietet vor allem handgefertigten Silberschmuck an. Das Sortiment umfasst unter anderem Ringe, Ohrringe, Ketten und Anhänger. Im Mittelpunkt steht die direkte Zusammenarbeit mit den Kunsthandwerkern vor Ort.

Was wir an Pakilia interessant finden, ist der soziale Ansatz hinter der Produktion. Statt Schmuck ausschließlich über Materialkriterien wie Recyclinggold zu bewerten, rückt das Label die Zusammenarbeit mit den Menschen in den Mittelpunkt, die ihn herstellen.

Die Designs fallen teilweise sehr individuell aus und unterscheiden sich damit deutlich von klassischem, schlichtem Silberschmuck. Wer handgefertigte Einzelstücke mit mexikanischem Einfluss sucht, dürfte bei Pakilia einige interessante Schmuckstücke finden.

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21. Protsaah

Protsaah ist ein Schweizer Schmucklabel mit Sitz in Zürich. Die Schmuckstücke werden dort entworfen und größtenteils aus recyceltem Sterlingsilber und recyceltem Messing gefertigt. Ein Teil der Kollektion, darunter die Shimmering Disks, entsteht weiterhin in Handarbeit mit tibetischen Kunsthandwerkerinnen.

Das Label verbindet die Materialwahl mit einem sozialen Ansatz und arbeitet nach eigenen Angaben mit kleinen Werkstätten und Kunsthandwerker:innen in verschiedenen Regionen zusammen. Außerdem gibt es ein Reparatur-, Neuvergoldungs- und Recyclingprogramm.

Für uns ist gerade diese Verbindung aus recycelten Materialien und langfristiger Zusammenarbeit mit Kunsthandwerker:innen interessant. Protsaah zeigt damit einen etwas anderen Weg als Labels, die Nachhaltigkeit hauptsächlich über Fairmined-Gold oder europäische Produktion definieren.

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22. SOKO

SOKO verbindet modernen Schmuck mit der Zusammenarbeit mit Kunsthandwerkern in Kenia. Die Stücke werden aus recyceltem Messing gefertigt und teilweise mit 24-karätigem Gold vergoldet. Für farbige Designs verwendet das Label außerdem recyceltes Glas. Die Schmuckstücke entstehen in Handarbeit in Kenia.

Hinter dem Konzept steht die Idee, kenianische Kunsthandwerker direkt mit dem internationalen Markt zu verbinden und ihnen Zugang zu stabilen Arbeitsmöglichkeiten zu geben.

Für uns ist SOKO gerade deshalb interessant, weil hier Materialwahl und soziale Wirkung zusammenkommen. Wer allerdings ausschließlich nach echtem Gold- oder Silberschmuck sucht, sollte wissen, dass bei vielen SOKO-Stücken recyceltes Messing die Grundlage bildet.

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23. Taj Amsterdam

Taj Amsterdam fertigt Schmuck aus 925er Silber, das laut Label vollständig recycelt oder ethisch gewonnen wird. Dazu kommen verantwortungsvoll beschaffte Edelsteine. Die Schmuckstücke entstehen in Handarbeit im eigenen Atelier auf Bali sowie inzwischen auch in Spanien, Portugal und Italien.

Auch bei der Produktion achtet das Label nach eigenen Angaben auf faire Löhne, sichere Arbeitsbedingungen und geregelte Arbeitszeiten. Ein Teil der Einnahmen fließt außerdem in soziale Projekte und Aufforstungsprogramme.

Für uns ist die Kombination aus recyceltem Silber, handwerklicher Fertigung und sozialen Programmen interessant. Gleichzeitig lohnt sich ein Blick auf das konkrete Schmuckstück, denn bei vergoldeten Varianten bleibt die Goldschicht natürlich ein Verschleißteil.

24. TING GOODS

Ting Goods verbindet Berliner Design mit traditioneller Schmuckherstellung in Indien. Die eigenen Kollektionen entstehen in enger Zusammenarbeit mit Silberschmieden in Jaipur. Verwendet werden unter anderem Sterlingsilber, Messing und natürliche Edelsteine wie Onyx, Lapislazuli oder Rosenquarz.

Interessant ist hier vor allem die handwerkliche Zusammenarbeit mit den Silberschmieden vor Ort. Wer allerdings gezielt nach recyceltem Silber sucht, sollte genauer hinschauen: Das verwendete Silber wird aktuell nicht als recycelt angegeben.

Die Schmuckstücke sind häufig farbenfroh und etwas verspielter gestaltet – eine gute Alternative zu sehr reduziertem Minimal-Schmuck.

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25. UMIWI

UMIWI setzt auf handgefertigten Schmuck aus unterschiedlichen Materialien. Dazu gehören recyceltes 925er Silber, Mangoholz und Messing. Die Schmuckstücke entstehen unter anderem in Thailand und Mexiko in Zusammenarbeit mit lokalen Kunsthandwerkern und kleinen Manufakturen.

Beim Mangoholz handelt es sich nach Angaben des Labels um Holz von Bäumen, die kaum noch Früchte tragen. Auch bei den Silberstücken wird auf recyceltes Material gesetzt.

Was uns an UMIWI besonders interessant erscheint, ist die Verbindung aus Materialwahl und direkter Zusammenarbeit mit den Menschen vor Ort. Gleichzeitig ist das Sortiment sehr unterschiedlich – deshalb lohnt sich ein Blick auf die Angaben zum jeweiligen Schmuckstück.

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Nachhaltigen Schmuck erkennen: Darauf kommt es an

Ein Schmuckstück aus recyceltem Silber ist nicht automatisch die beste Wahl. Auch Herkunft, Verarbeitung und Haltbarkeit spielen eine Rolle. Wer genauer hinschaut, kann manche Nachhaltigkeitsversprechen besser einordnen.

Welche Materialien sind sinnvoll?

Bei Gold und Silber lohnt sich ein Blick darauf, ob recycelte Metalle verwendet werden. Dadurch müssen für das Schmuckstück keine neuen Mengen des jeweiligen Rohstoffs gewonnen werden.

Bei Edelsteinen wird es etwas komplizierter. Hier können Herkunft, Abbau und Verarbeitung eine Rolle spielen. Labordiamanten sind eine Alternative zu natürlich gewonnenen Diamanten, haben aber ebenfalls einen eigenen ökologischen Fußabdruck.

Auch ungewöhnliche Materialien können interessant sein. Holz, Porzellan, Messing oder wiederverwendete Steine zeigen, dass nachhaltiger Schmuck nicht immer aus klassischen Edelmetallen bestehen muss.

Herkunft und Herstellung prüfen

Wo ein Schmuckstück gefertigt wird, sagt allein noch nichts über seine Nachhaltigkeit aus. Eine Produktion in Deutschland kann kurze Wege bedeuten, während faire Arbeitsbedingungen auch bei einer Fertigung außerhalb Europas möglich sind.

Interessant sind deshalb konkrete Angaben: Gibt es Informationen zu den Produktionspartnern? Werden Werkstätten oder Herkunftsländer genannt? Wie transparent geht das Label mit seiner Lieferkette um?

Was bringen Siegel und Zertifizierungen?

Siegel und Zertifizierungen können bei der Orientierung helfen. Bei Gold ist beispielsweise Fairmined ein Hinweis auf bestimmte soziale und ökologische Anforderungen beim Goldabbau. Auch Zertifizierungen entlang der Lieferkette können zusätzliche Informationen liefern.

Wer nur auf ein Siegel schaut, greift aus unserer Sicht allerdings zu kurz. Entscheidend ist, was tatsächlich zertifiziert wurde und welche anderen Materialien im Schmuckstück stecken.

Haltbarkeit gehört dazu

Ein Schmuckstück, das viele Jahre getragen wird, muss seltener ersetzt werden. Deshalb lohnt sich auch ein Blick auf Verarbeitung, Materialqualität und Reparaturmöglichkeiten.

Kann eine Kette repariert werden? Lässt sich eine Ringgröße später ändern? Bietet das Label Ersatzteile oder einen Reparaturservice an? Solche Fragen sind beim Kauf oft hilfreicher als ein großes Nachhaltigkeitsversprechen.

Vorsicht bei Greenwashing

Begriffe wie „grün“, „eco“ oder „nachhaltig“ sind zunächst wenig aussagekräftig. Interessanter sind konkrete Angaben zu Materialien, Herkunft und Herstellung.

Ein allgemeines Nachhaltigkeitsversprechen reicht uns nicht aus. Wenn ein Label beispielsweise mit recyceltem Gold wirbt, aber kaum Informationen zu Edelsteinen, Produktion oder Lieferkette liefert, sollte man genauer hinschauen.

Nachhaltiger Schmuck muss dabei nicht die vermeintlich perfekte Wahl sein. Schon die Entscheidung für ein langlebiges Stück, das tatsächlich häufig getragen und bei Bedarf repariert wird, kann sinnvoller sein als ein Schmuckkauf, der nach kurzer Zeit wieder ersetzt wird.

FAQ: Nachhaltige Schmucklabels

Welche nachhaltige Schmucklabels bieten recyceltes Gold und Silber an?

Wer beim Schmuckkauf möglichst wenig neu gewonnenes Edelmetall verwenden möchte, findet inzwischen zahlreiche nachhaltige Schmucklabels mit recyceltem Gold oder Silber. Interessant sind dabei auch Angaben zum Recyclinganteil und zur Herkunft der Metalle, denn nicht jedes Label versteht unter recyceltem Schmuckmaterial dasselbe.

Antwort: Unter anderem setzen Maren Jewellery, fejn jewelry, Pukka Berlin, VIERI, Fremdformat, Wild Fawn Jewellery und Edge of Ember auf recycelte Edelmetalle. Die konkreten Materialien unterscheiden sich je nach Schmuckstück.

Welche nachhaltige Schmucklabels eignen sich für faire Edelsteine?

Bei Edelsteinen reicht ein Blick auf das verwendete Metall nicht aus. Wer faire oder verantwortungsvoller beschaffte Steine sucht, sollte auf Angaben zur Herkunft, zu Zertifizierungen und zur Lieferkette achten. Auch Vintage-Steine oder im Labor gezüchtete Diamanten können interessante Alternativen sein.

Antwort: VIERI arbeitet unter anderem mit Fair-Trade-Saphiren, während Lilian von Trapp Vintage-Steine verwendet. Mehrere Labels setzen außerdem auf Labordiamanten.

Welche nachhaltige Schmucklabels fertigen ihren Schmuck in Deutschland?

Eine Fertigung in Deutschland kann interessant sein, wenn kurze Wege und lokales Handwerk beim Kauf eine Rolle spielen. Allerdings bedeutet ein Produktionsstandort in Deutschland nicht automatisch, dass sämtliche Materialien ebenfalls aus Deutschland stammen. Deshalb lohnt sich ein Blick auf die gesamte Lieferkette.

Antwort: Fremdformat fertigt im eigenen Studio in Heidelberg. Auch Maren Jewellery und weitere Labels aus der Auswahl setzen auf eine Fertigung in Deutschland oder arbeiten mit deutschen Manufakturen zusammen.

Welche nachhaltige Schmucklabels bieten Schmuck aus ungewöhnlichen Materialien?

Nachhaltiger Schmuck muss nicht zwangsläufig aus Gold oder Silber bestehen. Einige Labels arbeiten mit Materialien wie Holz, Porzellan, Messing oder wiederverwendeten Steinen. Das kann spannend sein, wenn ein besonderer Look gesucht wird und die Materialherkunft nachvollziehbar ist.

Antwort: Lille Mus setzt auf Porzellan, Kerbholz auf Holz und SOKO unter anderem auf recyceltes Messing. Auch bei A Beautiful Story und UMIWI finden sich Schmuckstücke aus unterschiedlichen Materialien.

Woran lassen sich nachhaltige Schmucklabels und Greenwashing unterscheiden?

Viele Schmuckmarken verwenden Begriffe wie „nachhaltig“, „fair“ oder „umweltfreundlich“. Solche Aussagen sagen allein noch wenig aus. Aussagekräftiger sind konkrete Informationen zu Materialien, Herkunft, Produktion, Zertifizierungen und Reparaturmöglichkeiten. Je genauer ein Label diese Punkte erklärt, desto besser lässt sich der Nachhaltigkeitsansatz einschätzen.

Antwort: Achte auf überprüfbare Angaben statt auf allgemeine Werbeaussagen. Ein einzelnes Siegel oder recyceltes Material macht ein Schmuckstück noch nicht automatisch rundum nachhaltig.

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